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Deutschlands
erster Alpin-Marathon in Oberstaufen am Samstag, 12.7.2003 - Mein
erster Marathon! Und gleich ein Extrem-Marathon! Seit
4 Monaten trainierte ich nun auf meinen ersten Marathon. Und da ich
mich fit fühlte entschloss ich mich bei einem Marathon anzumelden.
Aber welcher und wo? Am besten in unserer Nähe. Doch da habe ich
leider nichts bei www.lauftreff.de
oder bei www.marathon.de
gefunden. Da bot sich das Wochenende vom 11.7. bis 13.7.03 in
Oberstaufen an. Ein schönes Wochenende mit der Familie im
herrlichen Allgäu. Dazu noch im Nobelkurort Oberstaufen - das
reizte mich sehr. Also meldete ich mich online ca. 3 Wochen vor
Termin bei www.alpin-marathon.de
an. Im Internet suchten wir dann unter www.oberstaufen.de
nach einer schönen Ferienwohnung für 4 Personen. Auch das war eine
leichte Übung für einen erfahrenen Touristiker. Zufällig sind wir
auf die Ferienwohnung Marie-Luise in Oberstaufen-Weissach gestoßen.
Die Besitzerin ist eine Frau Donde. Wie es der Zufall will ist Frau
Donde die Mutter vom Hauptorganisator des Alpin-Marathons Friedhelm
Donde. Das war doch ein gutes Ohmen. |
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Nach guten 2 Stunden Fahrt erreichen wir
den herrlichen Schroth-Kurort Oberstaufen. Zuerst bezogen wir unsere
Ferienwohnung bei der Familie Donde und unserer wirklich netten
Wirtsfrau Frau Donde.
Dann unternahmen wir einen schönen
Spaziergang durch den Ort - natürlich auch auf der Suche nach einem
guten Lokal für das Abendessen.
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Eine gute Pizzeria mitten im Ort
schien uns gerade richtig. Gute Pizza, gute Nudeln - viel - viel
Kohlenhydrate für den Papa - das war wichtig.
Aber auch ein guter Bardolino mit
frischem Salat war auf dem Speiseplan.
Hier unser Philipp mit der etwas zu
"kleinen" Pizza.
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Vom Abendessen ging es zurück nach
Weissach. Der herrliche Blick auf den Hochgrat war dieses Foto bei
einem Stop noch wert.
Wie war das noch einmal beim
Höhenprofil? Bis auf 1.708 m zur Bergstation sollte morgen die
Strecke hinaufführen...... |
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Endlich war es so weit. Das Wetter
und somit die Voraussetzungen waren erstklassig. Das Stadion vom TSV
Oberstaufen. Hier hatte im übrigen der 1. FC Köln für die
neue Bundesligasaison 2003-2004 sein Trainingslager
aufgeschlagen. |
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Beim Warmlaufen. Die Startnummer 1
Dr. Thomas Miksch aus Kempten. Er
zählt zu den besten Läufern in Deutschland. Durch seine zahlreichen
Siege gehört er der Nationalmannschaft der Ultra-Läufer an. Hier
gibt es mehr Infos über Thomas Miksch! |
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2 Läufer - 2 Welten - Profi und
Hobbyläufer beieinander... Mit
der Startnummer 4 Helmut Schießl aus Buchenberg, der Gewinner beim
Alpin-Marathon Oberstaufen 2003 und mit der Startnummer 242 Paul
Launer vom SV Wört. Der Lauf
war noch so richtig "intim". Ein Small Talk mit
Weltklasse-Athleten war hier noch möglich. Hier
gibt es noch mehr Infos über Helmut Schießl, der auch
Deutscher Berglaufmeister 2003 am Jenner wurde. |
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Pünktlich um 8.00 Uhr startete der Lauf.
Vorne weg mit dem Fahrrad Walter Grath - Erster Bürgermeister von
Oberstaufen.
Klicke
hier für ein größeres Bild!
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Alle waren wir super drauf. Hier beim
Start! Wichtig war der Spaß, das schöne Wetter, die gute Laune,
die herrliche Strecke und natürlich......ankommen....egal zu
welcher Zeit. Deshalb ließ ich
es auch richtig gemütlich angehen - so wie auf diesem Foto zu sehen
ist. Klicke
hier für ein größeres Bild! |
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Startnummer 2 Michael Sommer vom EK
Schweikheim - hier in Weissach bei der ersten Verpflegungsstation. Hier
gibt es weitere Infos über Michael Sommer! |
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Hier ebenfalls 2 "Top - Amateur -
Läufer" Armin Maier mit der Startnummer 234 aus Berlin und Paul
Launer mit der Startnummer 242 aus Wört im Ostalbkreis.
Wir sind eine lange Strecke miteinander
gelaufen. Armin war als erfahrener Marathonläufer dennoch schneller
im Ziel. Nach dem Lauf saßen wir noch gemütlich zusammen. Vielleicht
klappt es ja, dass wir im Herbst zusammen den Ostalb-Marathon in
Schwäbisch Gmünd laufen können. Ich würde mich darüber
freuen. Hier ein größeres Foto. Klick!
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So ist das eben bei Hobby-Läufern! Man
hat noch Zeit für ein Schwätzchen und für ein Foto.
Hier eine Aufnahme mit unserer Wirtin
Frau Donde! Eine liebe nette Frau, die für Ihren Sohn Friedhelm, der
Hauptorganisator des Laufes war genau so mitfieberte wie auch für die
Läufer. Sie freute sich riesig, dass ein erfolgreicher
Marathon-Läufer auch bei Ihr übernachtet hat.
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hier für ein größeres Foto.
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Der Aufstieg zur Hochgrat Bergstation.
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für ein größeres Foto.
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Glücklich und geschafft kam ich auf 1708
m Höhe bei der Hochgrat Bergstation an.
Nach dem wir steile Wanderwege gelaufen
und geklettert waren, war es ein super Gefühl ganz oben angekommen zu
sein. Gut die Hälfte der Strecke war geschafft.
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Nachdem über die Hälfte geschafft war
machte ich einen folgenschweren Fehler. Ich setzte mich zu meinen
Buben Dominik und Philipp um mal so richtig auszuruhen. Mit dem guten
Glauben daran, jetzt kann nichts mehr schief gehen. Eine gute halbe
Stunde machte ich Pause mit Trinken, Essen und Umziehen, denn ich war
völlig nassgeschwitzt. Und genau das war falsch!
Klicke
für ein größeres Foto.
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Und hier ein Foto von der Gondel der
Hochgratbahn. Das sieht so richtig harmonisch und gemütlich aus.
Doch der Abstieg sollte sich als viel
schwieriger erweisen als der Aufstieg. Obwohl der Abstieg auf
richtigen Straßen verlief, war sehr steil und ging richtig in die
Knie, Waden und noch viel mehr in die Oberschenkel. Und jetzt sollte
sich die gutgemeinte Pause rächen. Meine Muskulatur war bereits
"kalt". Bereits nach 500 m hatte ich mit dem ersten Krampf
im linken Oberschenkel zu kämpfen. Nach 10 Minuten Zwangspause ging
es weiter. Natürlich versuchte ich das linke Bein zu entlasten.
Folglich war der nächste Krampf im rechten Schenkel nur noch
"Formsache". 3 Krämpfe mit Schweißausbrüchen und großer
Sorge den Lauf abbrechen zu müssen kosteten mir rund 30 bis 40
Minuten.
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Der Abstieg bis zur Talstation war
geschafft. Dominik und Philipp waren bereits an der
Verpflegungsstation und warteten auf den einsamen
"Kämpfer".
Für ein größeres Foto: klick
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Jetzt sieht man doch die Entspannung. Bei
KM 27,65 wusste ich - die schwierigsten Etappen sind geschafft. Die
restliche Strecke wird so gut wie keine langen Steigungen bzw.
Gefälle mehr haben. Jetzt wusste ich, diesen - meinen ersten Marathon
werde ich schaffen. Denn jetzt konnte ich meine innere Uhr meinen Puls
sprechen lassen. 15 km - Pulsdurchsnitt 130 bis max. 135 und der
Marathon ist gelaufen. Und in der Tat - so manchen Läufer habe ich
dann auf der Strecke noch überholt. Und das hat natürlich noch
einmal mächtig Reserven freigemacht. Großes
Foto klick:
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Es kamen noch ein paar steile aber kurze
Gefällstrecken. Vor allem nach Steibis, die ich
"rückwärts" hinuntergegangen bin. Ein Feuerwehrmann der
unten den Verkehr regelte fragte mich ganz erstaunt: "Ja Bua was
machst´n du?" So was hätte er auch noch nicht gesehen....
Dennoch kam ich glücklich und mit
recht viel Schwung im Stadion von Oberstaufen an. Die Zeit war
mir egal. Wichtig war nur, dass ich vor Zielschluss angekommen bin und
vor allem keine Verletzungen mir zugezogen habe. Meine Zeit: 6:19:43. Klick:
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Zum Schluss möchte ich noch
anmerken. Diesen Lauf werde ich auf jeden Fall noch einmal
wiederholen. Denn er ist eine Herausforderung von besonderer Art.
Hier zählt am Ende nicht nur die Zeit - sondern der Genuss einen
schwierigen und extremen Marathon - nämlich Deutschland's
ersten Alpin-Marathon geschafft zu haben. Da
es mein erster Marathon überhaupt war bin ich sehr vorsichtig in
diesen Lauf gegangen. Denn zum Ersten wusste ich überhaupt nicht
was mich auf der Strecke erwarten würde. Und zum Zweiten wusste ich
auch nicht wie mein Körper auf eine doch längere Laufzeit
reagieren würde. Denn eines war klar. 6 Stunden und mehr war ich in
meinem Leben noch nie gelaufen... Und
in der Tat es waren da manche Überraschungen, die ich mir nicht
vorstellen konnte. Zum Beispiel der steile Aufstieg, wo der Puls
trotz langsamen Gehens auf max ging, der Klettersteig, wo
Absturzgefahr herrschte und man sich am Seil festhalten musste, das
Klettern über Wurzeln, das Überwinden von Felswänden, die
teilweise 3 bis 5 m hoch waren uvm. Natürlich um es nicht zu
vergessen der "teuflische" Abstieg - der wird mir immer in
Erinnerung bleiben. Beim
nächsten mal würde ich einem erfahrenen Läufer folgende
Ratschläge mitgeben: Anfangs
die Strecke fast wie einen normalen flachen Marathon angehen. Denn
hier sollte man sich absetzen und Zeit gewinnen. Bis zur Sennerei
Steibis bzw. Imberghaus ist dies jederzeit möglich. Doch dann wenn
der Steile Aufstieg kommt. Zeit lassen und Kraft sparen. Langsam den
Anstieg gehen. Auch wenn man vielleicht der Meinung ist die Kraft
ist noch bestens. Hier wirklich vorsichtig sein. Bei den
Verpflegungsstationen niemals auf den verlockenden Bänken Platz
nehmen. Viel trinken und auch Bananen oder was gereicht wird
unbedingt aufnehmen bzw. evtl. auch mitnehmen. Die Hochgrat
Bergstation ist ein absoluter Highlight. Jeder Läufer ist sich
bewusst - jetzt "bin ich oben" und es "geht nur noch
abwärts". Und weil dies so ist - gibt man noch einmal so
richtig Gas, wenn man die Bergstation sieht. Ist ja auch logisch.
Denn oben wartet vielleicht die Familie, die Frau, der Mann um ein
schönes Foto machen zu können. Und das ist genau der springende
Punkt. Am Hochgrat haben die meisten Läufer die längste Pause
gemacht. Und das kann, für die Muskulatur fatale Folgen haben. Denn
der Abstieg ist sehr schwer. Deshalb meine Empfehlung: Kraft
einteilen bis zum Hochgrat, am Hochgrat ist Puls und Kreislauf und
natürlich die Muskulatur enorm in Schwung. Nicht abkühlen lassen
sondern kurze Aufnahme von Wasser und Essen und gleich zum (für
mich war es der schwierigste Teil der Strecke) Abstieg gehen. Denn
mit warmer Muskulatur kann man dies besser schaffen und dadurch
Krämpfen aus dem Wege gehen. Unten an der Talstation des Hochgrats
angekommen ist erheblich sinnvoller evtl. eine längere Pause
einzulegen, wenn man ausgepowert sein sollte. Denn dann kommen die
letzten 15 Kilometer, die ein jeder Läufer auch in seiner Heimat
laufen kann (es sei dem er kommt aus dem hohen Norden, wo es
überhaupt keine Hügel gibt...). Und
ganz zum Schluss noch eine letzte Anmerkung. Dem gesamten Team
vom Alpin-Marathon sei ein Kompliment ausgesprochen. Alles war super
organisiert. Die Ausschilderung zum Lauf, während dem Lauf usw. Die
Verpflegung beim Lauf war erstklassig. Vor allem auch die
Möglichkeit verschiedene Getränke wählen zu können. Die
Organisation war so gut, dass dieser Lauf locker auch 1000 Läufer
"vertragen" hätte. Und ich bin mir sicher! Im nächsten
Jahr werden es viel viel mehr sein. Auch
die Startgebühr war extrem niedrig. So ist es eben - wenn Läufer
für Läufer einen Lauf organisieren. Auch das Sponsoring war
erstklassig. Wenn der Wert der gesponserten Eintrittskarten für
Schwimmbad, Bergbahn höher liegt wie der Wert der Startgebühr, so
sei dies als bemerkenswert erwähnt. Ich bin mir sicher, dass der
Alpin-Marathon ein fester Bestandteil des Terminkalenders der
Gemeinde Oberstaufen werden wird. Auch wenn in diesem Jahr
vielleicht gerade mal die Sollkosten für den TSV eingefahren wurden
- hat die Gemeinde Oberstaufen bereits davon profitiert. Sind doch
die meisten Läufer 1 Tag vorher (mit Ihren Familien) angereist,
haben 2 Nächte in Oberstaufen logiert, gegessen, getrunken und für
den touristischen Umsatz der Gemeinde Oberstaufen gesorgt. Als
Touristikfachwirt kann ich sehr wohl den Nutzen dieser Veranstaltung
abschätzen. Weiter so - Ihr
Leute vom TSV Oberstaufen! |
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Und hier geht es zur Ergebnisliste. Die
Gesamtliste als PDF - Datei. - Klick
Die Klassenliste nach Altersklassen. Klick. Und
hier geht es direkt zur Homepage von Deutschlands ersten Alpin-Marathons
in Oberstaufen. Hier findest Du weitere Informationen für dieses
Marathon-Erlebnis! |
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