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Schwäbische
Albmarathon Schwäbisch Gmünd (Ultramarathon über 50 km)
Samstag, 18.10.2003
Zum ersten mal
in meinem Leben bin ich eine Distanz über 50 km gelaufen. Nie war
ich auch jemals 50 km gewandert oder gegangen. Eine Erfahrung, die
für mich hoch interessant war. Allerdings muss ich dazu schon
sagen, dass ich mächtig darauf trainiert habe. Herbert Steffnys
Trainingspläne wurden nachvollzogen und eisern eingehalten. Und im
nachhinein muss ich sagen. Es war super in Schwäbisch Gmünd. Der
Landschaftslauf bei bestem Wetter über die Kaiserberge
Hohenstaufen, Hohenrechberg und Stuifen war ein besonderes Erlebnis.
Hier zählte der Ausblick, die Natur und oft die herrliche Ruhe. An
diesem herrlichen Samstag hätte ein Stadtlauf nie konkurrieren
können. Auch wenn es noch so viele Menschen an der Straße gegeben
hätte. Hier waren wir Läufer mit uns und mit unserem ureigenen
Bewegungsdrang vereint. Echt toll. |
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Am Freitag Abend holte ich bereits
meine Startnummer in der Schwerzerhalle ab.
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Kurz vor dem Start in der
Schwerzerallee von Schwäbisch Gmünd.
Bestens drauf und in guter Form
freute ich mich sichtlich auf den Lauf.
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Um 10.30 Uhr wurde es dann ernst. Der
Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd gab den Startschuss
zum großen Schwäbischen Alb Marathon.
Auf dem Foto ist schon Helmut Schiesl
(Deutscher Berglaufmeister 2003) mit der Startnummer 546 zu sehen. Er
zählte zu den absoluten Top Favoriten in Gmünd.
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Vielleicht 1 oder 2 Minuten vor dem Start
"murgelte" sich dann der "Albmarathon - König"
Jürgen Wieser in die erste Reihe. Wir rätselten schon - wo er denn
sein mag. Wieser startete mit der Nr. 40.
Im Hintergrund sieht man die altehrwürdige Schwerzerhalle von Gmünd.
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Hier kann man es Jürgen Wieser gerade so
ansehen, dass er auf diesen Lauf richtig heiß war.
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Dann ging es los - Barbara, Dominik,
Wolfgang und Claudia waren nach dem Start kurz in Weiler zum
Mittagessen. Dann wollten wir uns auf dem Asrücken treffen. So bei KM
18 oder 19 war eine Verpflegungsstation aufgebaut. Doch damit wurde es
nichts. Denn bei mir lief es ausgesprochen gut. Mit dem Handy
verständigte ich die 4, damit wir uns auf dem Hohenrechberg treffen
können. Und hier bin ich mit einer "Halbzeitzeit" von 2:22
eingelaufen. Spätestens hier wusste ich, heute ist mehr drin. Somit
machte ich nur eine ganz kleine Pause auf dem Rechberg. Haferschleim,
Tee und eigen mitgebrachtes Iso wurden aufgenommen. Weiter ging es zum
nächsten Treffpunkt nach dem Stuifen.
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Oben auf dem Rechberg war reges Treiben
angesagt. Hier endete die Strecke der Halbmarathonläufer mit 25,6 km.
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Der Abstieg vom Hohenrechberg war dann
wieder beschwerlich. Vor allem wollte ich meine Knie schonen und bin
deshalb sehr vorsichtig und langsam abgestiegen. Ein schnelles Walking
könnte man dazu vielleicht sagen. Einige Läufer haben hier keine
Probleme und sind doch glatt an mir vorbeigelaufen.....
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Wolfgang, Dominik und Claudia auf dem
Hohenrechberg.
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Der Ausblick an diesen Samstag, den
18.10.03 war fantastisch. Strahlend blauer Himmel.
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Alle Läufer waren vom Landschaftslauf und
der Aussicht begeistert.
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Nächster Halt war nach dem Stuifen. Hier
war wieder eine Verpflegungsstation aufgebaut und Treffpunkt mit
Wolfgang, Claudia, Dominik und Barbara. Hier habe ich dann auch
Kochsalz zu mir genommen. 2 bis 3 Messerspitzen in 1 l Mineralwasser
ist optimal. Zuviel erwirkt das Gegenteil. Für mich ist Salz sehr
wichtig, denn ich schwitze außerordentlich stark. Doch an diesem Tag
hielt sich auch die Sache mit dem Dehydrieren Gott sei Dank in
Grenzen. Dennoch Salz ist oft genau so wichtig wie die Aufnahme von
Zucker (Glukose).
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Hier beim Halt nach dem Stuifen. Schnell das "Notfläschchen"
auffüllen, damit es weiter gehen konnte.
Der Aufmarsch auf den Stuifen war anstrengend und anfangs
frustrierend. Sind doch gleichzeitig viele Läufer den 3km Rundkurs
schon wieder herabgekommen. All diese Läufer hatten 3 KM Vorsprung!!
- wau - da war ich schon etwas überrascht - wie gut die sind.....
Den Rundkurs geschafft - und dann sah die Welt gleich wieder anders
aus. Eine "Ameisenkolonne" gen Stuifen gehend, keuchend und
laufend...Hunderte waren das noch.... Erst dann wusste ich - Hey so
schlecht kannst Du gar nicht sein! Und der "kleine Frust"
wurde in echte Laufenergie umgesetzt.
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Letzter Treff mit meinen 4
"Fans" war in Waldstetten. Schnell noch Flüssigkeit
aufnehmen und weiter ging's, denn ich wusste - und wenn ich ins Ziel
krieche - der Schwäbische Albmarathon war für mich jetzt schon
erfolgreich gelaufen.
Nach Waldstetten kam eine kleine aber gemeine Steigung kurz nach KM 42
- ich glaube der Ort hieß Hummelshalden. Hier habe ich dann rund 300
m gehend absolviert, denn ich wusste; jetzt kommt es zum Schlußspurt.
Immer leicht abwärts gen Schwäbisch Gmünd. Da wusste ich
- jetzt überholt mich so leicht keiner mehr.
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Und es war auch so - kein einziger Läufer
von Waldstetten bis GD "legte" sich mit mir an. Ich zählte
bis zum Ziel rund 35 Läufer, die ich überholt hatte. Und mit jedem
Läufer (alle hatten sie mich an den Steigungen, Gefällen
überholt.....) wurde meine Geschwindigkeit schneller. Die letzten 3
KM absolvierte ich mit einem Schnitt von 4:30 pro KM und das nach 47
KM!!
Mein Endspurt ins Ziel war deshalb auch viel zu schnell. Hier war noch
zu viel Kraft vorhanden, die ich besser im Lauf auf der Strecke
verbraucht hätte.
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Und hier kurz vor dem Ziel: Meine Zeit von
4:39:10 war für das erste mal nicht schlecht...
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Glücklich am Ende in der Schwerzerallee
unter dem gleichen Baum wie am Morgen.
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...der Gemütliche
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....der Kämpfer
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....der Bedachte
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.....der Ausdauernde
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Glückwünsche aus Berlin von Armin Maier per
Email......
"Ja heilixblechle Paule,
do bisch abr dapfrle gschpronga - geschdrn en dr Fria - ibr dia
dreiahalb Biggl von dr Alb beim Marathon en "Schwäbisch Gmend".
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... also meinen herzlichsten Glückwunsch
- deine Zeit ist ja wirklich fantastisch. Habe mir oft vorgestellt,
wenn ich das in weniger als fünf Stunden schaffen könnte, das wäre
wirklich optimal. Aber Deine Zeit mit etwas mehr als viereinhalb
Stunden das ist schon fantastisch. Diesmal hast Du aber bestimmt keine
Pause eingelegt? Und bergauf bist Du bestimmt auch gelaufen und nicht
gegangen? Und dann auch noch die acht Kilometer zum Marathon noch
drauf, alle Achtung.
Mehr als 42,195 Km bin ich noch nie
gelaufen, wäre gerne dabei gewesen - aber ich glaube diese Zeit hätte
ich dann doch nicht geschafft. Im nächsten Jahr werde ich diesen Lauf
aber auf jeden Fall mal nachholen.
Du wirst ja jetzt wahrscheinlich
einen wahnsinns Muskelkater haben und bergab hast Du es bestimmt auch
krachen lassen.
Also nochmals Gratulation zu der
tollen Leistung,
viele Grüsse aus Berlin
Armin
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Im Ziel erhielt jeder 50km-Finisher eine
nette Medaille...
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Und das war der Rundkurs - Weitere Infos
natürlich auf der Homepage www.albmarathon.de
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Das Höhendiagramm vom Albmarathon.
Weitere Infos natürlich auf der Homepage www.albmarathon.de
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Zum Schluss sei noch erwähnt: Die
Verpflegungsstationen auf der Strecke waren gut organisiert. Leider
gab es Bananen und Nahrhaftes erst so ab Kilometer 15 wenn ich mich
nicht irre. Bei den ersten 3 Stationen gab es "nur" Tee und
Wasser. Ich persönlich würde bereits ab der ersten Station eine
Kleinigkeit aufnehmen... Aber das ist nur meine Meinung und nicht
allgemeingültig und soll daher keine Kritik darstellen. Erstmalig
habe ich "Haferschleim" in Schwäbisch Gmünd probiert. Und
ich muss sagen, dass dieser Trank bei mir bestens gewirkt hat und
"verdaut" wurde.
Der Start und das Ziel in der
Schwerzerallee ist nicht der optimale Rahmen für einen derartigen
Lauf. Es handelt sich hier immerhin um eine der größten
Laufveranstaltungen Süddeutschlands. Das ist mir beim aller ersten
mal bereits aufgefallen. Und schon habe ich in den Medien gelesen,
dass nächstes Jahr der Start und das Ziel für den 50-KM-Lauf auf den
herrlichen Marktplatz von Schwäbisch Gmünd verlegt werden soll!
Jawohl meine verantwortliche Herren und Damen - das scheint mir ein
würdiges Umfeld zu sein. Der historische und breit angelegte
Marktplatz. Fläche und Platz für Zuschauer und viel Sonne. Dagegen
die "enge" und "bedrückende" Schwerzerallee war
für viele Sonntagsausflügler kein Ziel um länger im Zielbereich zu
warten. Es war für mich interessant festzustellen, dass doch recht
wenig Gmünder - aber auch auswärtige Gäste beim Start bzw.
Zieleinlauf da waren. Der Marktplatz wird nächstes Jahr hierfür eine
tolle Kulisse bilden! Und wenn das Wetter wieder so wär - nicht
auszudenken, was dann in Schwäbisch Gmünd los sein wird.
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Einige wichtige persönliche Daten für das nächste
mal....
Wäscherschloss in Wäschenbäuren: Zeit ca. 50 min.
Bei KM 21 (=normale HM-Distanz) Zeit: 1:52 h
Bei KM 25,6 (HM-Distanz Albmarathon) 2:22 h
Bei KM 42 (=normale Marathon Distanz) 4:01 h
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Hier geht es
zur Ergebnisliste.
Wenn Du mich suchst: Platz 141 von 493 Finisher. (Insgesamt
versuchten sich auf 50 km 557 Teilnehmer)
Zeit: 4h 39min10sec = ca 5.35 min/sec pro 1000m und eine
Geschwindigkeit von 10,75 km/h und das auf eine Distanz von 50 km!! |
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