Home

  Wettkämpfe    zurück zu Wettkämpfe 2009    zurück zur Laufseite

 

Triathlonlogo von hobbylauf.de (Copyright).


Lauftraining

Tagebuch 09

Blog

Laufstrecken

Lauflinks

Lauftermine

Wettkämpfe
Ironman
European 
Championship
Frankfurt

Kontakt aufnehmen

Zum Gästebuch

Triathloncheckliste

Zum Gästebuch von hobbylauf.de - Sag uns Deine meine Meinung! Klick auf das Bild
Bitte tragt Euch doch ins Gästebuch ein!


Macht doch mit in meinem Blog! Ich freue mich auf eine rege Beteiligung! Wenn es dem Thema dient schalte ich alle Beiträge frei!


















 

 

  
Ironman European Championship 2009
in Frankfurt/Main - Ironman Germany

Sonntag, 05.07.2009

Der längste Tag des Jahres

Ein Athletenbericht von Paul Launer

Schwimmen: 1:18:55 Rad: 6:03:23 Laufen: 3:51:53

Das Sportjahr 2008 war bei mir ein Jahr ohne besondere Höhepunkte. Ich hatte keine Ziele und so habe ich auch vor mich "hintrainiert". Es war gut, mal ohne Druck seinen Sport durchführen zu können. Aber auf die Dauer war es eben auch nichts "gscheites". 

So war mir es sehr recht, als es mir am 8.7.2008 gelang noch einen der letzten 100 begehrten Plätze für Frankfurt zu ergattern! Jetzt war klar. Der Startplatz war gekauft - das Hotel gebucht - das Ziel war gesteckt. Somit begann ein Jahr der Vorfreude und natürlich des Trainings auf den "Längsten Tag des Jahres". 

Und es ging auch noch einmal so ein richtiger Ruck durch meinen Körper! Endlich wieder ein Ziel! Endlich eine sportliche Herausforderung! Ja die Freude auf Frankfurt, auf den European Championship war wirklich groß! Endlich wieder einmal zu einem richtig großen internationalen Wettbewerb mit Top-Besetzung! Und ich darf dabei sein!

Das Trainingsjahr 2008 ging so dahin. Spätestens ab Januar 2009 war klar. Jetzt ist es vorbei mit lustig. Jetzt muss trainiert werden. Und so habe ich von Januar bis zum Wettkampf doch respektable Trainingsumfänge zusammengebracht: 
1055 Laufkilometer in 97 Stunden, 
4783 Radkilometer in 195 Stunden und 
69 Schwimmkilometer in 30 Stunden - 
also Gesamt-Trainingsaufwand: 322 Stunden. 

Und das sind dann 13,4 Tage im ersten Halbjahr, in denen ich nonstop trainierte. Also genauer gesagt: 7,34% von der Gesamtzeit und das ist verdammt viel in meiner knappen Freizeit, was ich nun mit Training verbracht habe. (Hatte ich überhaupt noch Freizeit, Zeit für die Familie, Zeit für ein Buch, Zeit für was anderes außer Training??? ). 

Ein mancher von Euch wird jetzt sich fragen, was will er uns denn hiermit sagen? Nun ein durchschnittlich bis gut trainierter Hobby-Sportler trainiert in der Woche ca. 3 Stunden. Ich habe 4 x so viel trainiert. Das betrifft natürlich nicht nur mich - sondern sicherlich viele von uns Triathleten. Denn Triathlon ist eine zeitaufwändige Sportart. So weit so gut.....
Die Statistik und der kleine Wahnsinn eines unbedeutenden Triathleten namens Paul Launer sollte weiter gehen. Teile ich meinen Tag auf so habe ich von 24 Stunden rund 10 Stunden Job, 7 Stunden Schlaf und wenn ich dann sogar die Essenszeiten noch als Freizeit nehme, verbleiben doch glatte 7 Stunden am Tag übrig. Und jetzt muss sich jemand Aussenstehender das vorstellen: Von den 7 h habe ich 25% trainiert! Das kann ziemlich viel nerven und ist eine Zerreißprobe mit sich selber und auch in der Familie. Trotzdem die vielen Trainingsstunden bereiteten viel Freude und machten mir auch viel Spaß.  

Deshalb möchte ich es hier an dieser Stelle noch einmal erwähnen. Ohne meine liebe Frau Barbara wäre das alles nicht möglich gewesen. Sie hat oft im Büro für mich Überstunden geschoben, sie hat oft ganz einfach verzichtet und ihren Paul machen lassen. An "normale" gemeinsame Wochenenden mit Wanderungen oder Radfahren ohne Tacho und Pulsuhr war gar nicht zu denken...... . Liebe Babsi, ich danke Dir und ich sage es hier mit meinem Sprachrohr " www.hobbylauf.de " hinaus in die "Welt"!  

Liebe Barbara, liebe Babsi ich liebe Dich und ich werde in der nächsten Zeit alle Wünsche von Deinen Augen ablesen! 
Danke - Danke - Danke! Versprochen ist versprochen!

Highlights meines Trainings waren 2 Trainingslager in der Toskana und 2 Radferntouren mit Rennrad auf dem Jakobsweg! In den 4 Reisen, die ich selber betreute, habe ich wohl die meisten meiner Radkilometer zusammengebracht. Auf Wettkämpfe musste ich dieses Jahr oft verzichten, weil es zeitlich nicht mehr möglich war oder ich tatsächlich auch beruflich unterwegs war. Und so war ich dann froh, als ich am Freitag Nachmittag zusammen mit meiner lieben Babsi ins Auto steigen durfte und nach Frankfurt fahren. Hier bezogen wir ein wunderschönes Hotel im Zentrum. Anschließend machten wir noch einen gemütlichen Spaziergang zum Römer. Bei einem Italiener haben wir noch gut gegessen und auch einen guten Wein getrunken. Am Samstag-Vormittag holten wir die Startunterlagen im Römer ab, genossen die tolle Stimmung und die Ruhe vor dem Sturm. Etwas Shopping war auch dabei, bevor wir am späten Nachmittag am Langener Waldsee mein Rad abgaben. Das dauerte etwas länger als sonst, denn jedes Rad wurde mit dem Athleten fotografiert. Eine reine Vorsichtsmaßnahme - so wurde uns erklärt. 

Am Abend gingen wir noch auf den Frankfurter Opernplatz. Hier fand ein nettes Fest mit viele Spezialitäten statt. Bei einem Inder haben wir eine gute Reispfanne mit pikanter Würzung und gutem Fleisch und Salat gegessen. Dazu gab es ein Glas indischen Rotwein. Schmeckte vorzüglich. Um 21.00 Uhr lag ich tatsächlich im Bett. Das war für mich auch kein Problem, die Tage zuvor waren im Job stressig und so war ich hundemüde.

-------

Um 3.15 Uhr klingelte der Wecker im Hotelzimmer. Babsi bereitete mir mein Müsli. Ich zog meinen Triathlonanzug bereits an und ging vor die Tür! Wow - 23 Grad und das morgens um 3.30 Uhr - richtig schwül und sommerlich warm war es in Frankfurt. Ich  joggte kurz 3 Kilometer, damit Kreislauf und Biorhythmus "angeschuckt" wurden. "Puls beim Joggen 85, Ruhepuls morgens um 3.15 Uhr 38!!!) Der Tag sollte ein schöner und heißer werden. Nach dem ich mein Frühstück eingenommen hatte schnappte ich meine "7 Sachen" - verabschiedete mich mit einem Küsschen von Babsi und verließ das Hotel. In der Nähe vom Römer starteten die Transferbusse Richtung Langener Waldsee. Und weil ich bereits um 4.45 Uhr da war, gab es auch überhaupt kein Gedrängle im Bus und viel Platz. Bereits gegen 5.20 Uhr war ich am See. Ich schaute nach meinem Rad, pumpte Luft nach, füllte die Flaschen und genoss, wie so viele andere mit mir, die einzigartige Stimmung. Ich machte noch ein paar Bilder vom See und erkundigte mich bei einigen Sportlern bezüglich der Schwimmstrecke. Und als ich um 6.40 Uhr immer noch ohne Neo herumträumte wurde ich von einer netten Betreuerin "robust" aufgefordert mich doch jetzt endlich anzuziehen. Freilich konnte sie nicht wissen, dass ich meinen Neo in 3 Minuten an habe. Also habe ich mich brav in den Gummi gezwängt. Noch ein letzter Blick zum Rad, ob auch alles gut lag. Dann ging es mit Schwimmbrille und Badekappe zum See. Das Wasser war angenehme warm. 24,4 Grad hatte es - wurde uns mitgeteilt. Das Schwimmen mit Neo wurde ja bereits am Freitag bei der Wettkampfbesprechung 100%ig zugesagt. Dennoch waren viele von uns etwas misstrauisch. Am See waren in der Zwischenzeit viele Zuschauer angekommen, die uns beim Start anfeuern sollten. Ich stellt mich ganz hinten an, was dieses mal ein Fehler war. Als es dann endlich um Punkt 7.00 Uhr losging musste ich feststellen, dass ich in der "Brustschwimmer-Liga" gelandet war. Das war mir dann doch etwas zu langsam. So "scherte" ich aus und zog im weiten Bogen an meinen Schwimmkollegen vorbei, jedoch nicht ohne ein paar ordentliche Fußtritte in die Rippen bekommen zu haben. Halb so schlimm, Hauptsache die Schwimmbrille blieb oben. Das Schwimmen machte mir sehr viel Spaß. Auch der Landgang nach ca. der Hälfte der Strecke war eine völlig neue Erfahrung. Nach 1:18:55 verließ ich das Wasser. Bevor ich wechselte ging es vorher noch schnell auf die Pipibox. Der Wechsel klappte prima und als ich auf meinem Rad saß und mit über 40 Stunden-Kilometer - leicht abwärts Richtung Frankfurt brauste hatte ich ein "saugutes" Gefühl. Paul das ist Dein Tag! Und in der Tat es klappte und lief auch alles sehr gut. Bis zu dem Ort mit dem Kopfsteinpflaster. Er wird ja "liebevoll" die Hölle "the hell" genannt. Hier muss es passiert sein. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich schleichenden Luftverlust, den ich zuerst nicht bemerkte. In einer Kurve stürzte ich fast vom Fahrrad. Ich steuerte bolzgerade in die Zuschauermenge und konnte gerade noch halten. "Jetzt hätte es mich fast geschmissen, so ich zu den Zuschauern, die meine Not erkannten und ein Raunen durch die Menge ging..." "Nein, das wird wohl Können gewesen sein, dass du nicht abgestiegen bist..." so einer der Zuschauer im Spaß! Das gibt es doch nicht? Die Luft am Vorderrad ging raus. Ich pumpte wie ein Wilder nach und fuhr weiter. Doch nach nur wenigen Metern war klar, ich muss am Vorderrad den Schlauch wechseln. Das ging dann doch relativ flott. Auch das Aufpumpen klappte ganz ordentlich. Ein Glasscherbe, einen winzigen Spliter hatte ich eingefangen und Gott sei Dank auch bei der Durchsicht gesehen. Hoffentlich hält der Reifen? Wenn ich jetzt noch mal einen Plattfuß habe, dann ist alles aus! Und so war ich doch sehr irritiert und mein bis dahin gefahrener Schnitt von 34 war auf einen knappen 30 km/h - Schnitt dahin geschmolzen. Na es wird schon halten... und als ich wieder rund 30 Kilometer unterwegs war fuhr ich an einem auf der Straße liegenden Schlauch vorbei, den ein anderer Teilnehmer wohl verloren hatte. Meine Reaktion war langsam, aber nach rund 100 Metern haute ich die Bremse rein, stellte mein Rad an die Seite und wollte nach hinten laufen. Schon war ein Kampfrichter zur Stelle, der mich gleich fragte, was ich denn vor hätte. "Ich habe meinen Ersatzschlauch soeben verloren, und den hole ich mir zurück....". Plausibel und mit Helm und Kopf nickend ließ der Schiri mich nach hinten laufen. Ich schnappte mir das Teil - verstaute es sorgsam in meiner Tasche und fuhr mit einem Glücksgefühl weiter! 

Paul - jetzt kann Dir nichts mehr passieren! Die erste Panne holst Du locker wieder rein. Und so trat ich mächtig in die Pedale, mein Schnitt war schon auf 29 abgesunken. Bei Kilometer 70 merkte ich beim Antritt, hey da fehlt schon wieder Luft. Und so wie ich das feststellte ging es in einen Kreisverkehr, den ich flott nehmen wollte. Ein rauschen am Vorderrad, das nachgab und ich wäre fast wieder auf der Straße gelegen. Wieder hatte ich Luft am Vorderrad verloren. Kann das sein? Ich fuhr erst mal vorsichtig weiter und da hörte ich meine liebe Babsi freudig in Frankfurt "Pauuuuuul" rufen. Bremse rein und anhalten. Hei Schatz wie läuft's? Sch... hatte schon einen Platten und wahrscheinlich jetzt den Zweiten. Und so war es. Das Spiel ging von vorne los. Bremse lösen, Rad raus, "gefundener" Ersatzschlauch raus, Felgenheber raus usw.... wer kennt es nicht. Hatte ich selber seit 3 Jahren keine einzige Panne mehr, in einem Wettkampf trotz besten und neuen Materials gleich 2!!!

Jetzt war der Frust schon deutlich größer - als ich dann das Rad aufgepumpt hatte - der Wirt eines China-Restaurants war mir behilflich, lagen die Nerven etwas blank. Jetzt ist alles egal. Die Zeit ist ohnehin schon kaputt und der Magen rumorte. Und weil die Wirtsleute so nett waren durfte ich auch noch auf die Toilette. Welch ein Luxus! Eine ganz saubere und schöne Toilette auf der Strecke! Danke liebe Leute vom China-Restaurant!! 80 oder 85 Kilometer 2 Pannen - na wenn das so weiter geht, dachte ich mir! Voller Zuversicht verabschiedete ich mich mit einem Küsschen von Babsi und trat in die Pedale. Aber wie! Mein Schnitt lag schon nur noch bei 27 oder 28. Und der Reifen hielt. Nur konnte ich nicht genügend Druck in den Reifen bringen, den ich eigentlich gewohnt bin. So bin ich an jeder Kurve langsam gefahren, was mir ebenso wieder Zeit gekostet hat. Dennoch ich habe in der 2. Runde nur noch überholt. Gnadenlos gedrückt und zeitwillig war der Tacho ständig auf 35 bis 40 und mehr. Viele - viele Fahrer konnte ich wieder einsammeln - aber es sollte nicht mehr reichen mein ersehntes Ziel unter 6 Stunden die Strecke zu bewältigen, erreicht zu haben. Da half mir auch der Trost nicht viel, denn als ich mein Rad beim nächsten Wechsel abgab, hatte ich eine reine Netto-Zeit von 5:36 gefahren, was immerhin einen 32er-Schnitt bedeutet hätte. Alles Makulatur. Die Brutto-Zeit zählt - lieber Paul. Du wahrst einfach viel zu langsam beim Plattfuß beheben.... 

Ich schmunzelte und musste selber über mich lachen, als mir all diese Gedanken durch den Kopf gingen, denn ich war schon auf der Laufstrecke. Der Wechsel ging richtig flott - selbst mit WC-Boxenstopp. Und als ich am ersten Kilometer mit 4:35 vorbeizog, war mir auch klar, dass dies wohl etwas zu schnell sein würde. So nahm ich Tempo raus, obwohl ich mich saugut fühlte und eine mächtige Wut im Bauch hatte. Und es war wohl gut. In den unzählig vielen Kilometern, die noch folgen sollten pendelte ich mich dann zwischen 5:15 und 5:35 pro Kilometer ein. Und das musste wohl richtig schnell gewesen sein. Denn in der ersten Runde wurde ich nur von ganz wenigen 9 - Stunden bzw. 10-Stunden-Finisher überholt. Ab der 2. Runde war Feierabend. Ein oder kein Läufer hat mich mehr überholt. Das war für mich seltsam. Ich freute mich natürlich über mein Wohlbefinden und dass mir überhaupt nichts weh tat. Und so ernährte ich mich bestens an der Laufstrecke mit Wasser, Iso, Gel, Salzwasser (das war super) und in den letzten 2 Runden auch etwas mit Cola, um einfach einen anderen Geschmack in den Mund zu bekommen. Hier sei wirklich die glänzende Betreuung an der Laufstrecke erwähnt! Die Verpflegung war für meinen Geschmack vorzüglich! Eigentlich hasse ich es, wenn es 4 mal im Kreise geht. Aber in Frankfurt habe ich es auf der Laufstrecke genossen. Das Publikum war ganz lieb und toll drauf und als Läufer hatte ich nach der ersten Runde alle Verpflegungsstellen exakt gespeichert. So wusste man genau, was wo kam. Erstmalig in meinem Sportlerdasein habe ich dann in den letzten 2 Runden auch die nassen Schwämme zur Kühlung verwendet. Noch nie zuvor bei einem Marathon oder Wettkampf habe ich das benötigt. Es war erbarmungslos heiß geworden in Frankfurt am Main auf der Laufstrecke. Zeitweise waren die Temperaturen über 30 Grad und wenn man mit dem Wind im Rücken unterwegs war, schien die Hitze unerträglich zu werden. 

Dennoch ich hatte meinen Spaß und war gut unterwegs. Und in keiner Minute hatte ich nur eine einzige Schwäche. Das war mir bis jetzt noch nie passiert! Irgendwann muss doch der berühmte Mann mit dem Hammer kommen? Ich stellte mich so auf Kilometer 30 oder 35 ein, wo es wirklich hart werden sollte. Nichts von alledem ist passiert. Ich bin durchgelaufen, wie ein Schweizer Uhrwerk. Und bei jeder Runde sah ich meine liebe Babsi, die stets fragte, ob alles o.k. sei! Und es war so - selber hat sie mir es nach dem Wettkampf bestätigt - "Du warst super unterwegs" (Ach liebe Leser - das geht doch wie Öl runter, wenn man von seinem Schatz, der sich monatelang entbehrt hat, noch so gelobt wird.... und sie kennt mich, meinen Laufstil und deshalb wusste sie - mein "kleiner Kämpfer" zieht das heute ohne Probleme durch...) Und das war auch so. Nachdem ich endlich das vierte Band am rechten Arm hatte war die Freude groß. Nur noch 4 Kilometer bis zum Ziel. Ein Blick auf die Uhr und ich wusste "weit unter 12 Stunden werden es werden". So begab ich mich vor dem Zieleinlauf noch einmal auf eines der zahlreichen "Dixie-Toiletten" - ich wollte den Zieleinlauf und vor allem das Feeling am Römer ohne jeglichen DRUCK, ob zeitlich oder anderer Natur, erleben. Diese 5 Minuten waren mir so Wurst - denn der Einlauf auf den Römer war so grandios und schön, dass ich ein paar mal tief Luft holen und auch die eine oder andere Träne weggeputzt werden musste. Du bist Daheim, dachte ich mir. Ein Glücksgefühl, dass alle Schinderei für diesen Moment hatte vergessen lassen. Ja es war einfach wunderbar! Im Ziel angekommen wurde jeder als Ironman begrüßt und erhielt natürlich jeder die Medaille umgehängt. Ich stand einfach da und genoss die Stimmung. Es war wie ein kleiner Rausch. Erst da war mir klar, wie gut es mir ging. Keine Schmerzen, mir war nicht schlecht und in der nur kurzen Zeit im Zielbereich mussten Sie mit der fahrbaren Bahre rund 4 Sportler in den Sani-Bereich karren. Erst da war mir richtig klar. Paul - Du hast wohl alles richtig und gut eingeteilt. Und wären die Plattfüsse nicht gewesen, dann hätte es wahrscheinlich auch unter 11 Stunden gereicht! Aber das liebe Leute, war mir so was von egal! Nach dem Zielbereich wartete bereits meine liebe Frau auf mich. Sie begrüßte mich mit einem herzhaften Kuss und auch sie freute sich, dass ich so gut angekommen war! 

Nun ein paar wichtige Daten, Fakten und Infos zum Wettkampf:
Ironman European Championship Frankfurt
Strecke/Veranstaltungsort: Region Frankfurt
3,8km Schwimmen, 180 km Rad und 42,2 km Laufen
Veranstalter: Xdream Sports & Events GmbH, Bücherweg 13a, D-63477 Maintal: Internet: www.ironman.de 
Wetter: Sehr warmes Sommerwetter - teilweise zu heiß - Insbesondere auf der Laufstrecke 30 Grad und mehr. Ansonsten war es aber optimal. Lieber ein warmer und heißer Tag als kalt und regnerisch!  

Meine Zeiten waren 

Swim 1:18.55,7
1. Wechselzone 6.36,9
Bike 6:03.23,4
2. Wechselzone 3:03,7
Run 3:51.53,1
Gesamt 11:23.52

Mein Resümee: Die Veranstaltung war ihr Geld wert. Alles bestens organisiert und überall wurde ich freundlich aufgenommen. Ich kann daher die Meinung anderer Athleten, die nicht mehr nach Frankfurt fahren wollen, nicht teilen! Die Stimmung auf der Rad- und Laufstrecke war sehr gut. Der Einlauf auf dem Römer kann wohl kaum noch überboten werden...... Er ist überwältigend für jeden Teilnehmer!
Hier nun ein paar Bilder mit Kommentar.

Die Frankfurter Börse Die Frankfurter Börse

In unserem Hotel Blick nach unten Von unserem Hotel Blick auf die Franfurter Skyline
...Unser Hotel lag in einem schönen Park ....unser Hotel in Frankfurt 

Einchecken bei den Profis....
Blick von unserem Zimmer! Ist doch traumhaft oder?

Morgens am Wettkampftag im Hotel - Babsi machte noch ein Bild von ihrem kleinen Kämpfer....
Während wir Hobbyathleten unterwegs waren haben wir natürlich so gut wie gar nichts mitbekommen, was an der Spitze - bei den Profis alles so los war! Manch Profi (wenn er meinen Bericht je zu lesen bekommt) wird sich bestimmt über meinen Bericht "amüsieren" und sich vielleicht auch "lustig" darüber machen. Ich kenne zumindest nur einen davon, der das tut! Aber das ist mir egal, und seinen Namen nenne ich aus Fairnessgründen nicht, denn meine Internetseite wird halt eben sehr oft gelesen. Und hier möchten meine Leser Informationen, die eben aus der Sicht der Hobbysportler geschrieben sind. 

Denn all die anderen professionellen Teilnehmer (Profis) beim Ironman in Frankfurt waren gegenüber uns Hobbysportlern super freundlich, fair und ermunternd drauf. Das sind eben Sportler, die sich wirklich absoluten internationalen Wettkämpfen stellen. Und in Frankfurt waren eben sehr viele Top-Athleten da! 
Timo Bracht - schnellster Mann an diesem Tag Sandra Wallenhorst, schnellste Frau
(Bild www.ironman.de) (Bild www.ironman.de)
Besonders groß ist natürlich die Freude, dass die Crailsheimer Triathleten vom TSV Crailsheim schon lange vor ihrem Triathlon 2 Stargäste geladen hatten. Und 2 mal dürft Ihr raten: Timo Bracht und Sandra Wallenhorst werden am 29.08.2009 beim "Horaffatriathlon" in Crailsheim dabei - oder zumindest anwesend - sein!

Diese Informationen habe ich gestern am 12.07.09 aus erster Hand beim Quelle Challenge in Roth erfahren! Also eines ist sicher! Da werde ich dabei sein! Leute meldet Euch bald an, die Plätze werden in diesem Jahr wohl schnell ausgebucht sein. Das wird mit Sicherheit eines der größten Medien- und Sportspektakel unserer Region!

Infos zum Triathlon in Crailsheim: http://www.crailsheim-triathlon.de/

Bericht von der Seite www.ironman.de

- Frankfurter Sparkasse IRONMAN European Championship -

Timo Bracht und Sandra Wallenhorst siegen bei Frankfurter Sparkasse IRONMAN Europameisterschaft 2009

Timo Bracht und Sandra Wallenhorst heißen die Sieger der IRONMAN Europameisterschaft 2009 in Frankfurt am Main. In hervorragenden 7:59,16 Std setzte sich Timo Bracht nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen bei den Männern durch und holte sich mit neuer Streckenrekordzeit diesen begehrten europäischen IRONMAN-Titel. Bei den Frauen sicherte sich Sandra Wallenhorst in fantastischen 8:58,09 Std den Sieg.

Laut Polizeiangaben verfolgten circa 500.000 Zuschauer in der Region begeistert den spannenden Rennverlauf bei den einzelnen Disziplinen, und Tausende bejubelten rund um den historischen Frankfurter Römerberg die letzten Meter der beiden Sieger und bereiteten einen begeisternden Empfang.

Den 2. Platz bei den Herren belegte der Spanier Eneko Llanos in 8:00,21 Std., Rang 3 ging an Chris McCormack in einer ebenfalls herausragenden Zeit von 8:03,05 Std. Zweite bei den Damen wurde Yvonne van Vlerken, die in sehr guten 9:02,18 Std. das Ziel erreichte. Der dritte Rang ging an Nicole Leder in der ebenfalls sehr schnellen Zeit von 9.05,17 Std.

Zitat Kurt Denk (Geschäftsführer IRONMAN Europa): „Das war heute wieder großes Sportkino, was den Zuschauern in Frankfurt und Umgebung geboten wurde, mit großartigen Leistungen und würdigen Siegern.“

 

Ironman Frankfurt - der längste Tag des Jahres!


Die Ergebnislisten und viele weitere Infos findet Ihr natürlich auf:

www.ironman.de  

Zurück zu Wettkämpfe  Zurück zu Wettkämpfe 2009
zurück zur Laufseite
 
 

 


  © 2009 Paul Launer
   
   hobbylauf.de 
 
 

   Zum Seitenanfang  Letzte Bearbeitung: 2009-07-13