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Wie die Hüttlinger zu Ihrem Spitznamen
Muffigel gekommen sind.
Ein Gedicht von Viktor Rettenmeier.
So ist`s in Hüttlinga
geschehn
anno 1910.
Dem Josef Reeb aus
Sulzdorf g`fällt
die There´s Schmid von Lengafeld.
Und weil`s bald Hochzeit macha wöllt
wird das Aufgebot bestellt.
Dieses war der Anlass
au`
dass Reebs Bruder mit sei`r Frau
vom Tannahof bei Dewang` drüba
nach Sulzdorf fährt mit`m Pferdeschlitta.
Und weil es ist a schöner Brauch
den Heiratstag zu feira auch
sind gekomma d`Altersg`nossa
denn so a Tag, der wird begossa.
Als es drauß` wird
langsam nacht
hat auf da Heimweg sich gemacht
des Paar vom Tannahof dann bald,
denn es ist Winter glatt und kalt.
Zum Abschied gibt die Frau vom Wirt
für d` Kinder ihne Bratwürst mit.
Die Bäuerin steckt sie in ihr`n Muff
und steigt dann auf da Schlitta nuff.
Am Sulzdorfer-Berg dann
angelangt
rutscht d`r Schlitta, eckt und schwankt.
Die Bäuerin muß sich ganz fest heba
verliert dann ihren Muff deswega.
Der fällt samt Bratwürst in da Schneea
und bleibt do liega ungeseha
bis von Sulzdorf leicht besoffa
kommet des Wegs die Altersg`nossa.
Die sehet im Schnee was
Dunkles liega
und erschrecket alle sieba.
Do ist a Viehch, schreit einer laut
vor Angst er furchtsam um sich schaut.
De andre ist`s au net geheuer
dieses haarig Ungeheuer.
Drum hauet`s drauf mit ihre Stecka
diese Bestie muss verecka.
Als koin Muckser sie mehr tut
faßt dr Kolba Hans den Mut
und tastet ab des leblos Wesa
stellt fest: Des isch a Igel g`wesa:
Kommt no her, schreit er ihr Leut
da hangt scho raus das ganze Gwoid
und er hält in seine Händ
die Därm, die Bratwürst g`wesa send.
Diese G`schicht wird
bald bekannt
m ganzen Dorf, in Stadt und Land
so weiß es heut` fast jedes Kind
warum die Hüttlinger Muffigel sind.
Quelle: Internetseite: www.huettlingen.de
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