Swiss Alpine Marathon Davos 2007 -
K78 und K 28 am Samstag, den 28.7.2007
Die Ostalb war stark vertreten und
sehr erfolgreich!
Bester Deutscher beim K78 war Thomas Miksch aus Kempten
Jürgen Hauber belegt Platz 30 nach grandioser Aufholjagt!
Und ich -Paul Launer- habe beim Swiss Alpine existentiell viel
gelernt. Was, das könnt Ihr hier in meinem Bericht nachlesen.

Jürgen Hauber mit Lizzy Hawker schnellste Frau beim SAM 2006 u.
2007 (Bild ist von Reinhold
Schmid - Danke)

Traumhaft schön - aber brutal anstrengend der Aufstieg zur
Keschhütte
Der SAM ist vorbei. Es war grandios. Die Eindrücke und Erfahrungen
werden einem erst Stunden - nein Monate nach dem Lauf bewußt.......
Ich musste erst Abstand gewinnen. Zu tief saß die Enttäuschung bei
diesem herrlichen, wohl bedeutendsten und wahrscheinlich auch
schwersten Landschaftslauf "persönlich" versagt zu haben.
Ja Ihr habt richtig gelesen. Ich war von mir enttäuscht. Und das
war das allerschlimmste. Jetzt - 3 Monate danach - kann ich sagen,
dass dies wohl der größte Quatsch war. Nicht der Lauf, sondern
meine Einstellung. Den SAM - den Swiss Alpine genießt man, den
läuft man nur und freut sich dabei zu sein. Mitten drin in einer
phantastischen Bergwelt - mitten drin unter super Ausdauersportlern
aus der ganzen Welt! Da brodelt man oder bruddelt man nicht im Ziel
herum. Da freut man sich, dass man angekommen ist. Bei mir war das
alles etwas anders. In meinem Kopf da waren immer noch Zahlen,
Leistungselemente, Wettbewerb und Wettkampf "hinterlegt".
Die Komponenten Spaßfaktor, Genuss, Freude am Laufen, Freude gesund
zu sein, Freude eigentlich sau gut zu sein....waren mächtig
"verkümmert". Gibt es so was? Ja das gibt es! Erstmalig
habe ich dies bei der wohl bedeutendsten Ultramarathon-Veranstaltung
der Welt erlebt! Ja Ihr habt richtig gelesen. Waren
verkümmert. Es ist vorbei. Der Spuk ist rum.
Ich kann doch auf meiner Laufseite, die nur Freude versprüht,
unmöglich von meinen Unbehagen, von meiner inneren Unruhe, Ängsten
und Zwänge schreiben. Viele würden den Kopf schütteln und die
Welt nicht mehr verstehen. Der Paul steckt den Kopf in den Sand. Er
hat bei einem Lauferlebnis versagt. Es sollte ein Erlebnis werden
und war zuerst ein Zusammenbruch. Geschockt? Mancher, der dies liest
ist es wahrscheinlich. So kennt man mich wohl nicht. Jetzt 3 Monate
danach habe ich "klar Schiff" gemacht und die Eindrücke
langfristig und positiv verarbeitet. Für mich war klar. Wenn ich
etwas schreibe, dann sollte dieser Laufbericht jedem Erstläufer von
Nutzen sein. Ich habe so viele Berichte über den K 78 gelesen. Kein
einziger der Berichte hat nur im geringsten einmal auch gewarnt und
vorbeugend einem den Kopf gesäubert. Nun, da war auf der einen
Seite schon die Erfahrung von Bruno Braun aus der Schweiz da. Aber
der Bruno denkt anders, läuft anders und ist anders. Richtige
Warnungen habe ich nicht erhalten. Aber das soll auch kein Vorwurf
sein. Ich bin mit einer völlig falschen Erwartung - ja
wahrscheinlich auch Vorbereitung in den Lauf gegangen.
Nein - Trainingseinheiten hatte
ich genug! Der Laufkilometer hatte ich bestimmt genügend
angesammelt. Da sind viele Läufer unterwegs gewesen, die nicht
annähernd das Trainingspensum zurückgelegt hatten wie meine
Wenigkeit. Nein, es war etwas ganz anderes, was mich im wahrsten
Sinne des Wortes "niedergestreckt" hatte. Und das werter
Leser und Interessent für den K 78 möchte ich Dir mit meiner
Erfahrung mitgeben. Denn diese Erfahrung habe ich in keinem der
Berichte gelesen. Und deshalb ist es heute, nach fast 3 Monaten, mir
ein Bedürfnis darüber zu reden, pardon zu schreiben. Von der
Schönheit des Laufes, von der Atmosphäre, vom Feeling beim
Einlaufen und was da alles so dazugehört, "erzählen" die
Bilder nach diesem Bericht. Ich möchte deshalb auch, damit es nicht
langweilig wird konkret auf meine Fehler eingehen.
1) Den SAM sollte man beim ersten mal nicht auf Zeit laufen (Ja
Bruno Du hast recht gehabt!) Auch wenn man meint, dass man nun doch
nach vielen Jahren genügend Erfahrungen gesammelt hat. Es ist
Blödsinn. Den SAM sollte man genießen und einfach ohne
irgendwelche Zeitvorstellungen laufen. Einfach ankommen und sich im
Ziel freuen. Es wird mit dieser Einstellung viel besser gehen. Denn
jede Zeitvorgabe - ist sie noch so fern - ist Druck und
kontraproduktiv.
2) Und jetzt komme ich auf das
Profil des Laufes. Es ist doch logisch, dass jeder Läufer sich das
Profil des wohl härtesten Berglaufes anschaut. Das habe natürlich
auch ich gemacht. Und einen eklatanten Fehler gemacht.
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| Der Start in Davos
bei Kilometer 0 und einer Höhe von 1530 bis zum Rotschobel
auf 1700 Höhenmeter und einer Strecke von rund 15 Kilometer
sieht ganz passabel aus. Es sind ja wohl nur knapp 200
Höhenmeter???!!! Wer das für die ersten 15 Kilometer glaubt,
der irrt gewaltig. Für die ersten 15 Kilometer hat man
bereits 400 oder gar mehr Höhenmeter zurückgelegt. Grund:
Die Strecke ist sehr wellig. Es geht doch tatsächlich
ständig auf und ab. Ständig mal 5 Meter rauf und 6 runter
oder andersherum. Nach dem Rotschobel soll es ja abwärts
gehen. Die gelben Linien bedeuten zudem Schotterstraße oder
Waldboden, Wurzeln und ähnliches. Da ist alles andere
angesagt - als rhythmisch laufen. Bereits bei Kilometer 15 war
mir klar, dass wird heute eine harte Nuss. Den
"neuralgischen" Punkt KM 15 hatte ich mir jedoch ins
Gedächtnis gehämmert. Ich wusste, dass es jetzt nach dem
Profil der Ausschreibung bis Filisur richtig bergabwärts
gehen sollte. |
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| So machte ich den
2. Fehler. Anstatt gleichmäßig weiter zu laufen - ich war ja
eigentlich flott unterwegs - gab ich nun richtig
"Gas" und machte somit Druck. Die Wellen - das
ständige rauf und runter - obwohl es ja eigentlich abwärts
ging - nahm keines Falls ab. Ich hatte das Gefühl, dass die
Wellen sogar noch schlimmer wurden. In Filisur angekommen
wusste ich natürlich - Paul jetzt musst Du etwas aufpassen -
jetzt steigt es allmählich an. Doch irgendwie war ich bestens
drauf und bemerkte beim ständigen auf und ab nicht, dass ich
zu schnell unterwegs war. Erst in Bergün bei Kilometer 40 war
mir bewusst, dass ich "wahrscheinlich" zu schnell
unterwegs war. Bereits nach 3:40 lief ich über die
40-Kilometerschwelle. Wohl wissend, dass der Lauf jetzt erst
richtig beginnt. Und noch immer nicht hatte ich registriert,
dass ich nach 40 Kilometern knapp 1000 Höhenmeter hinter mich
gebracht hatte. Die Begeisterung - die Dummheit über die
"gute" Zeit ließ mir keine Zeit über meine Zeit
nachzudenken.... Zeit, Zeit, Zeit... Ich schreibe bewusst so,
damit Du lieber Interessent den gleichen Fehler nicht auch
noch einmal machst. |
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| Jetzt nach Bergün
fängt der Swiss Alpine an. Jetzt wenn in Bergün die K42er
starten - jetzt wenn es steil hinauf geht Richtung Chants und
später Richtung Keschhütte. Jetzt läßt man sich von den
erst kurz auf der Strecke laufenden K42er hinreißen
mitzuziehen. Wir, die mit den roten Startnummern, wir die
"Helden", die ja fast das doppelte laufen. Wir
zeigen es den "Kurzstreckenläufern". So ein
Blödsinn, aber es ist doch klar. Stolz, Dummheit und
vielleicht auch etwas "Arroganz" hat mich nicht zur
Vernunft gebracht. Obwohl schon viele richtiger Weise vom
Laufen ins Wandern übergegangen waren, bin ich noch munter
zugelaufen. Der noch wenig verbliebene Sauerstoff auf über
2000 Meter Höhe wurde ja schließlich in den Muskeln
benötigt und nicht im Hirn, was sich logischer Weise bei mir
noch rächen sollte. Auf rund 2200 oder 2300 Metern über NN
war dann für mich Schluss! Ich war zu schnell unterwegs
gewesen. Die Luft erheblich dünner als auf der Schwäbischen
Alb (max. Höhe 750 Meter) "streckte" mich brutal
nieder. Innerhalb weniger Sekunden wurde mir schlecht,
schwindelig - ja es ging mir hundsmiserabel, es gab nur noch
einen Gedanken, wo kann ich mich am steilen Pfad hinsetzen
oder hinlegen? Wo kann der Rettungshubschrauber für mich
landen. Das Ende nahte. Ich hatte so was von überdreht, dass
ich erstmalig bei einem Lauf "ans sterben" dachte.
Kann man so dumm sein? Es war klar - der Lauf war für mich
beendet. Da komme ich alleine nicht mehr runter. Egal - kein
Gefühl der Schmach, der Schande versagt zu haben. Die pure
Angst am Leben zu bleiben war größer! Ich konnte das nicht
begreifen. Noch nie war mir bei einem Wettkampf - bei einem
Lauf so schlimmes widerfahren. Es war ein Schlüsselerlebnis.
Ich hatte nicht auf meinen Körper gehört! Glücklicher Weise
fand ich gleich einen guten Platz. Halb liegend - halb sitzend
schaute ich etwas abwesend ins Szenario hinein. Es haben
gleich mehrere Läufer nach meinem befinden gefragt.
Wahrscheinlich habe ich nicht besonders "frisch"
ausgesehen. Erstaunlicher Weise erholte ich - oder mein
Kreislauf sich sehr schnell. Nach wenigen Minuten war die
Übelkeit, das Schwindelgefühl und auch die Angst wie
weggeblasen. Der Puls hatte sich schnell nach unten bewegt,
was ja bei einem gut trainierten Sportler, wenn er
"pausiert" der Fall sein sollte. So funktionierte
dieser "Mechanismus" bei mir bestens. Nach 10
Minuten ungefähr - konnte ich schon wieder Späßchen machen
und die doch arg geschundenen Läufer ermuntern ruhig weiter
zu machen..... Es reichte sogar so weit, dass ich ein paar
Fotos machte. Nach 15 Minuten - vielleicht waren es auch 20 -
ich weiss es nicht mehr - war klar. Ich versuche es noch
einmal. Aber ganz vorsichtig bitte schön. Ich stand auf und
reihte mich bei den Läufern ein. Keine 100 Meter weiter, das
gleiche wieder. Ich setzte mich sofort hin und ergab mich
meinem Schicksal. Paul das ist nicht dein Tag, das ist nicht
dein Lauf, das Ding hier ist gelaufen. Und während ich
käsebleich vor mich "hinsinnierte" hielt ein
Läufer an und hielt mir eine Magnesium-Tablette zum Kauen
hin. Ich soll die in den Mund zwischen die Backen schieben.
Das hilft oft Wunder. Hast Du noch was zu trinken? Trinken?
Verpflegung? Ich Hornochse. Beim ersten "Nockout"
war ich doch tatsächlich so doof, dass ich weder etwas
getrunken noch zu mir genommen hatte. Ich hatte eine volle
Flasche Wasser dabei, ein Gel und einen Riegel. Kann man so
abwesend sein, dachte ich mir. Klar habe ich. Und so habe ich
erst mal meinen Riegel runtergedrückt. Meine Flasche Wasser
mit isotonischen Inhalt getrunken und die Tube Gel komplett
versorgt. Es waren wohl wieder 15 Minuten ins Land gezogen und
ich erholte mich bestens. Ja ich war wieder hellwach und den
Rettungshubschrauber hatte ich längst vergessen. So stand ich
auf und wanderte äußerst vorsichtig los. 50 Meter, 100 Meter
nichts passiert. Ich war beeindruckt, schluckte und war so was
von glücklich, dass ich wieder gehen konnte. Wenn ich nur die
Keschhütte erreiche, dann bin ich schon froh, dachte ich mir.
Oben auf der Hütte angekommen überwand mich ein derartiges
Glücksgefühl, dass ich auf der einen Seite ebenso nicht
kannte. Das eine Extrem war überwunden, das andere -
natürlich viel schönere - ereilte mich! Oben auf der
Keschhütte machte ich Fotos und verpflegte mich in aller
Ruhe. Die Flasche wurde gefüllt und ich nahm zu Essen mit,
was nur ging. Jetzt sollte sich doch tatsächlich alles zum
Guten wenden. Kann ich sogar das Ziel erreichen, fragte ich
mich? Die Glücksgefühle und die Euphorie waren riesig. Doch
ich war gewarnt. Ich hatte mich bestens erholt. Und es war mir
so was von Wurst und egal, dass ich von vielen Läufern auf
dem Rückmarsch Richtung Davos überholt wurde. |
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| Ich hatte nur noch
2 Gedanken. Ankommen und nie mehr in diese beängstigende
Situation kommen. Die Angst saß tief. Einmal jedoch hatte ich
mich vergessen. Ich bin einfach nach Gefühl gelaufen. Nach
wohlbefinden, denn es ging mir bestens. Doch als ich
mindestens 50 Läufer hinter mir ließ - entfachte in mir
wieder die große Angst. Ich nahm einfach Tempo raus,
schüttelte meinen Kopf, manch Läufer, der mich dann wieder
überholte wahrscheinlich ebenso, und freute mich so auf das
Ziel. Ja ich dachte an Roth - an meinen ersten Ironman, ich
dachte an meine liebe Frau die bestimmt ab 8 Stunden x im Ziel
auf mich wartete... Sie kennt mich ja und weiß, dass bei mir
vieles möglich ist. Ich schmunzelte vor mich hin. Und selbst
auf der Zielgerade habe ich nicht mehr angezogen. Mir war
alles so egal. Ich war glücklich endlich im Ziel zu sein. Ja
ich war glücklich eine neue Erfahrung gemacht zu haben. Eine
schwerwiegende, die ich nicht so einfach abschütteln
konnte. |
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3) Der Aufstieg. Am Aufstieg
habe ich versagt! Hier kann ich nun jedem Läufer empfehlen, dass er
in Bergün am besten seinen "Wanderrucksack" deponiert und
loswandert. Ab Bergün bis zur Keschhütte sollte der Lauf als
Bergwanderung gemacht werden. Ja Du hast richtig gelesen. Eine
schnelle, zackige Bergwanderung mit Gepäck. Im Gepäck richtig gute
Verpflegung. Riegel, Isotonische Getränke, Gel usw. Diese Zeit
solltest Du nützen, es mag verwunderlich klingen, um dich zu
regenerieren. Denn eine gemütliche aber zügige Wanderung ist
allemal viel schneller als ein Lauf - so wie ich ihn blödsinniger
Weise veranstaltet habe - mit Zwangspausen oder derartigen
Energieverbrauch, dass zum Schluss ja nie eine gescheite Zeit
herauskommen konnte. Tipp: Es gibt doch Tüten mit die man wie einen
Rucksack umhängen kann. Diese Tüte gibst Du oben auf der
Keschhütte einfach zum Müll ab. Fertig. Und noch etwas. In Deinen
"Rucksack" gib einen alten Pullover rein, den du ohnehin
in den Kleidersack gesteckt hättest. Der Aufstieg auf über 2300
Meter Höhe kann sehr frisch werden. Da könnte es sehr wohl gut
sein, wenn Du einen alten Pulli anziehen kannst. Und wenn das Wetter
so schön ist wie auf meinen Fotos, dann hast Du halt ein paar Gramm
zum Gipfel getragen....
4) Nach der Wanderung - also
oben am höchsten Punkt angekommen und "ausgeruht" kann
man es natürlich schneller angehen. Denn wenn man jetzt sich gut
erholt hat und den Effekt nützt, dass mit jedem Minushöhenmeter
auch die Luft wieder sauerstoffreicher wird, und das Ziel naht und
man auf der Strecke die vielen Pauls überholen kann, die es
ebenfalls so falsch gemacht haben, wie ich, dann gibt das einen
derartigen Auftrieb und Anreiz, auch die letzten 20 Kilometer gut
durchzubringen.
5) Die eigene Erfahrung ist nun
halt immer die Beste. Gute Tipps habe ich sehr wohl auch von meinem
Freund Bruno Braun aus der Schweiz erhalten. Aber der Bruno ist der
Bruno und der Paul ist der Paul! Punkt! Jetzt weiß ich jedoch
besser wo meine Grenzen sind. Und wenn ich es so gemacht hätte wie
es mir Bruno immer vorgeschlagen hat, dann hätte ich diese
"Grenzerfahrung" nicht "erleben" dürfen! Ich
wünsche diese jedoch keinem Läufer. Und vielleicht kann manch
Debütant aus diesem Bericht was nützliches mitnehmen.
Ich wäre froh gewesen, wenn
ich in nur einem Laufbericht einmal die Angst vor dem totalen
Nockout hätte nachlesen können. Aber wahrscheinlich hätte mein
Unterbewußtsein gesagt: So ein Weich-Ei - der hat bestimmt nicht
richtig trainiert........
....oder den Tipp mit dem
Rucksack ab Bergün bis Keschhütte. Habe ich ebenso nirgendwo
gelesen. Habe auch keinen Läufer mit Rucksack gesehen......
Zum guten Schluss kann ich jetzt sagen. Der Swiss Alpine ist einer
der schönsten Läufe, den ich je gemacht habe..........
Hier nun viele schöne Aufnahmen und Erinnerungen.
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1 Tag vorher sind wir nach Maienfeld im
Rheintal angereist. Hier beim Abendessen.
Jürgen Hauber mit Nudeln...
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Babsi Launer
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Nini Schick ebenso mit Kohlenhydrate
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Und natürlich Paul mit Spaghetti und dem
obligatorischen Viertele Rotwein! Oder waren es sogar 2?
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Ein Berglaufmarathon braucht eine gute
Grundlage. Deshalb bestellte ich mir gleich 2 Teller Nudeln.
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Die Nachmeldung war kein Problem
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Jürgen mit seiner Startnummer - morgens
um 6.50 Uhr in Davos
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Andrea Tuffli, OK-Präsident des Swiss
Alpine Marathon Davos - morgens beim Interview für das Schweizer
Fernsehen - so gegen 7.15 Uhr.
Auch Jürgen Hauber wurde von den 2
netten Damen interviewt.
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Jürgen bereitet sich mental vor
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Um 7.50 starteten die Biker!
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Ulrich Tormaschewski aus Crailsheim und
Jürgen Hauber kurz vor dem Start
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Das obligatorische Foto vor dem Start.
Paul Launer
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Jürgen mit Lizzy
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Paul noch recht gut drauf nach knapp 2 km
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Ester Neff aus Thalwil (CH) finishte ganz
hervorragend in 9:16:22.
Der in der Mitte heißt Frank aber mehr weiss ich nicht mehr....
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In Spina wurden wir ganz nett begrüßt.
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Mit Schweizer Kuhglocken.... super
gemacht..
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Na wenn das kein schöner Anblick ist: Die
Kirche Sankt Peter in Monstein begrüßte uns an diesem herrlichen
Morgen.
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Zügenschlucht
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Bahnhof Wiesen
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Das Wiesner Viadukt ein Highlight
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Unsere 2 Mädels haben vom Zug aus
fotografiert. Das ist doch super...
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Das Wiesner Viadukt ein Foto von Reinhold.
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Hubschrauber donnerten fast überall über
unsere Köpfe. Dazu aber mehr in meinem ausführlichen Bericht.
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In Filisur startete der K28 - kurz vor dem
Start - jetzt erfolgreiche K28-Finisherin Susanne Miklosch aus
Aalen
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Reinhold Schmid in Filisur kurz vor dem
Start. Auch er bezwang die rund 800 Höhenmeter bestens. Allerdings
hatte er mit ein paar Krämpfen zu kämpfen. Nun - das lieber
Reinhold, das haben Bergläufe so an sich. Ich kenne das bestens....
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Kurz vor Bergün, wenn man 39 Kilometer
hinter sich hat kommt das sehr beruhigende Schild "K 78 - nur
noch 40 km".
Wow - die erste
"Marathondistanz" gerade mal vorbei und dann geht es erst
richtig los.
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Jürgen Hauber war in Bergün vorne mit
dabei.
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Jedoch war er richtig sauer, seine Tasche
war nicht da. Er wollte die Schuhe wechseln, was somit nicht möglich
war. Gott sei Dank war seine Nini da, die ihm wenigstens verpflegen
konnte...
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Bergün ist richtig schön
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In Bergün war richtig Stimmung. Hier
startete um 11.30 Uhr ebenso der K 42
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Gegen 11.40 war ich in Bergün richtig gut
vorne mit dabei. So - wie ich mir das auch vorgestellt hatte. Aber das
war ja nicht einmal die Hälfte. Die "Sahnestückchen" kamen
ja noch. Oh weia dachte ich mir. Aber ich fühlte mich recht gut und
ich glaubte, dass ich endlich meinen Rhythmus gefunden hatte....
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Was da wohl meine Babsi dachte?
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Dann kam der Aufstieg nach Bergün. Irgend
etwas war bei mir nicht mehr in Ordnung nach jedem Höhenmeter den ich
genommen hatte wurde mir übler und schwindeliger...
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Ich musste pausieren. Sonst wäre ich um
gefallen. Gleich 2 mal hintereinander jeweils rund 15 Minuten (also
eine halbe Stunde habe ich dort oben "vertrödelt". Es ging
aber rein gar nichts mehr. Ich dachte an aufgeben. Ich hatte keine
Kraft mehr - keinen Willen mehr. Dachte nur noch an dummes Zeug wie
"so ein Schwachsinn, du bist ja völlig durchgeknallt, wie kann
man sich nur so schinden..."
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Nun, ganz nutzlos saß ich auch wieder
nicht herum.
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Ein paar schöne Fotos hat es wenigstens
gegeben. Während es mir nach rund 30 Minuten immer besser ging fing
ich schon wieder an mit den Läufern zu scherzen. Ich munterte da so
manchen Läufer wieder auf. Einer meinte. "Du hast gut Lachen. Du
sitzt ja gut...."
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Ca. 500 Meter vor der Keschhütte. Ein
Mundharmonikakonzert für uns Läufer. Da muss man doch einfach
anhalten und ein Foto machen.
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Der Piz Alpin mit 2861 m.ü.d.M.
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Die Keschhütte in greifbarer Nähe
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Die Keschhütte 2632 m - höchster Punkt
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Auch hier gab es ein Konzert für uns Läufer
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Das Musiker und das Publik freuten sich, dass es auch
Läufer gab, die das zur Kenntnis nahmen.
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Von der Keschhütte ging es zum
Panoramtrail
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Der Scalettapass führte uns noch einmal
rauf und runter
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Auf dem Scalettapass
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Scalettapass 2.-höchste Stelle mit 2606
m. Hier oben war es mächtig frisch. Ich war froh, dass ich meine
Windjacke dabei hatte.
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Unten im Stadion Davos wurden Live-Bilder
auf einer großen Video-Leinwand übertragen.
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Auch hier zu sehen: Jürgen Hauber mit
Lizzi. Die 2 sind ziemlich lange mit einander unterwegs gewesen.
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Unser 2 Frauen machten bevor sie ins
Stadion von Davos gingen noch ein paar nette Bilder von Davos
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Davos - höchstgelegene Stadt der Schweiz
ist natürlich ein optimaler Ausgangspunkt für einen Berglauf dieser
Art.
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Im Stadion war mächtig Stimmung.
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Der Sieger des Tages Buud Jonas aus
Schweden beim Interview.
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Nini zusammen mit dem Sieger! Na bitte
schön - unsere Frauen sind doch nicht von gestern....
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Auch meine Babsi ließ sich hier mit dem
Sieger fotografieren.
Es war alles sehr locker und
unkompliziert im Stadion von Davos. Wie eine große Familie.
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Dr. Thomas Miksch aus Kempten beim
Einlauf. Er war mit 6:33:56 schnellster Deutscher. In seiner
Altersklasse M45 war er natürlich der Beste.
Thomas, ein sehr sympathischer Läufer
stand lange am Einlaufkanal und feuerte die Läuferinnen und Läufer,
die nach ihm kamen noch kräftig an. Toll! Das nennt man sportlichen
Geist.
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Elisabeth "Lizzy" Hawker, die am
meisten beachtete Läuferin beim Interview.
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Lizzy gewann souverän bei den Damen in
6:46:15. Raffaela Frey aus der Schweiz kam "erst" eine halbe
Stunde später ins Ziel, was natürlich eine super Leistung war.
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Jürgen Hauber kommt ins Ziel.
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Rainer Fritsch aus Erlbach ebenso im Ziel.
Rainer lief oben am Scalettapass sehr lange mit mir. Dabei haben wir
uns bestens unterhalten.
Endlich mal einer der mit mir
quasselte....
Rainer ist übrigens Sportredakteur bei der Fränkischen
Landeszeitung. So ein Zufall, das ist die Zeitung, wo ich oft mit
meiner Firma inseriere. Wie klein die Welt doch ist.
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Am Abend gingen wir noch gut zum Essen in
den Heidihof in Maienfeld.
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Nun ein paar wichtige Daten, Fakten und
Infos zum Lauf:
22. Swiss Alpine Marathon 2007 - Strecken: K78, K 42, C 42, K 28, K
21, Walk 21,
Strecke/Veranstaltungsort: Davos und die Bergwelt um Davos
Veranstalter: Stadt Davos, Region Davos mit Teilorten
Wetter: bestes Läuferwetter, obwohl es oben am Scarlettpass
richtig kalt wurde und auch leicht regnete war das Wetter optimal.
Webseite: http://www.alpine-davos.ch
Zeit: Meine Zeit war
9:52:20 - das entspricht einer
Durchschnittsgeschwindigkeit 7,95 km/h und entspricht
einer Zeit von 7 min 33sec pro Kilometer.
Durchschnittspuls: 119
Von 922 Läuferinnen und Läufer belegte ich den Gesamtrang 429. In der AK 40 wurde ich
94ter von 184 männlichen Läufer. Das ist ein netter Mittelplatz.
Hätte ich auf die vielen Ratschläge von Bruno besser gehört, dann
wären es sicherlich 150 bis 200 Plätze weiter vorne gewesen. Dennoch
ich bin zufrieden. Bei einem Lauf mit diesem Kaliber im Ziel
anzukommen ist bereits eine große Leistung.
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Und hier meine berühmte Statistik:
Gibt es nicht
Zum Lauf: habe ich viel geschrieben. Eines möchte ich jedoch noch
anmerken: Die Organisation war vorzüglich. Allerdings muss ich leider
sagen, dass ich mit der Verpflegung nicht immer ganz einverstanden
war. So kann ich z.B. folgendes berichten:
Nach der Keschhütte - kam ich zur
nächsten Verpflegungsstelle. Hier wie auch schon zuvor gab es warme
klare Brühe (In der Schweiz Bouillon genannt). Diese Brühe ist vor
allem sehr wichtig wegen den vielen Mineralien, die man verloren hat.
Und sie schmeckt gut und ist eine Wohltat neben dem zahlreichen
Isozeugs, das man sich so den ganzen Tag hinunterkippt. Ich stellte
meine Flasche auf den Tisch und leerte ca. 8 nur viertelvolle Becher
in meine Flasche hinein. Ich ärgerte mich schon, weil da so wenig
drin war....
Einen derartigen Anschiss, den ich dann von einem Helfer bekam, habe
ich noch nie bekommen. "Was fällt den Ihnen ein, es kommen noch
so viele Läufer, die auch noch etwas wollen"...... Ich war
völlig irritiert und konnte es kaum fassen, dass der Verpflegungstand
sich bei der Hälfte der Läuferschar dem Ende neigte. Ich
entschuldigte mich und fragte, ob ich meine Flasche wieder in die
Becher kippen sollte.... Nach diesem Erlebnis ärgerte ich mich um so
mehr über die zahlreichen Hubschrauber die über unsere Köpfe für
Foto- und Filmaufnahmen flogen. Einer weniger wäre vielleicht der
Verpflegung zu Gute gekommen. Wer weiß.....
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