2. Int. Bodensee-Tri-Challenge 2006 -
Triathlon Langdistanz -
Sonntag, den 10.09.2006 - Ironman-Distanz Nr. 3Mit
Bruno Braun ins Ziel! Es wäre eine mittlere Katastrophe gewesen,
wenn wir zwei am 10.9.06 in Rorschach nicht an diesem herrlichen
Wettkampf teilgenommen hätten. Wir hätten uns geärgert, denn das
Wetter war phantastisch, die Organisation hervorragend, das
Schwimmen im Bodensee wunderbar, die Radstrecke durch das
3-Ländereck noch viel schöner und der Marathon zum Schluss am
herrlichen Seeufer des Bodensees eine einzigartige
Sightseeingtour.... Ja
das alles hätten wir verpasst, wenn wir nicht teilgenommen hätten.
Deshalb sind wir froh, dass wir uns kurzfristig doch noch
entschieden haben mitzumachen. Der
Bodenseetri-Challenge-2006 war für mich ein wunderschöner
Wettkampf. Ohne Stress und Hektik. Ich konnte alles einmal so
richtig genießen. Vor allem hatte ich eine riesige Gaudi. Auf der
Allgäurunde beim steilen Anstieg konnte man sich nett mit anderen
Athleten unterhalten. Bei teilweise über 15 % Steigung war
überhaupt keine Gefahr des Windschattenfahrens gegeben.... Es war
einfach schön.
Meine Meinung: Die Veranstaltung war klein aber fein. Das Niveau
erstklassig und die Organisation hervorragend. Also beim nächsten
Jahr sind da bestimmt 500 auf der LD-Strecke! Gute Veranstaltungen
sprechen sich relativ schnell herum. Also Leute anmelden! Es lohnt
sich. Eine der schönsten Urlaubsregionen wartet auf Euch!
In diesem Bilderbericht findet
Ihr auch einen schönen Bericht von Bruno Braun aus
Ottoberg/Schweiz.
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Kurz vor dem Einchecken in die
Wechselzone.
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Bruno Braun und Paul Launer beim Abholen
der Startunterlagen.
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Wir trafen Daniel Travaglini aus
Heimberg in der Schweiz. Das Bild ist vom Samstag - kurz nach der
Abholung der Startunterlagen. Daniel
startete zum ersten mal in der Ironman-Distanz. Und
das machte er vorzüglich: Mit
12:51:05 hat er ausgezeichnet gefinished. Lieber
Daniel - herzlichen Glückwunsch zum Ironman!
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Zu Gast waren wir bei Familie Braun in
Ottoberg im Kanton Thurgau.
Bei Bruno und Cathleen ist es
wunderschön. Inmitten von Weinbergen und Apfelplantagen, Südlage,
Blick auf den Säntis, die Churfirsten und bei klaren Wetter hinüber
auf den Bregenzer Wald.
Na wenn das kein Traum ist.... Und der
Wein, der hier wächst schmeckt vorzüglich.
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Wie sich das so gehörte gab es im
schönen Garten bei Sonnenuntergang einen schönen Apéro, so sagt man
wohl in der Schweiz dazu...
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Bruno - morgens um 6.15 Uhr in der
Wechselzone. Hei haben die Stress gemacht. Wir konnten das überhaupt
nicht glauben, dass die uns wirklich um 6.20 Uhr aus der Wechselzone
werfen....
Tja - so sind sie halt die Schweizer.
Das Programm muss eingehalten werden. Und im Programm stand: 6.15 Uhr
Schließung der Wechselzone.....
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Kurz vor dem Schwimmstart im nahegelegenen
Strandbad.
Bruno hatte sich eine weiße Badekappe
aufgesetzt, damit ich ihm leichter folgen konnte.
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Pünktlich um 7.00 Uhr war der
Schwimmstart. Wir starteten vom Land weg.
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Nach 1:27 war ich endlich wieder an Land.
Bis zur Wende lief es super. Ich dachte mir - hey das wird ne tolle
Zeit. Aber nach der Boje, als es zurück ging viel mir das Schwimmen
schwer. Irgendwie musste es eine Strömung gegeben haben. Oder waren
vielleicht doch die Kräfte bereits alle.
Ich konnte auch Bruno nicht mehr
folgen, der anfangs so schön gleichmäßig langsam für mich schwamm,
der zog mir einfach davon. Na so was...?
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Die Wechselzone.
Klein und so wie es bei den ländlichen
Triathlonveranstaltungen halt ist. Alles in einem. Wechselzone vom
Schwimmen zum Rad und vom Rad zum Laufen.... Einfach praktisch und
gemütlich.
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Ja ja so sind Sie halt die Triathleten -
ein öffentliches Ärgernis..... Natürlich gab es ein Zelt zum
Umziehen. Aber wer nutzte das schon. Das hätte doch viel zu viel
wertvolle Sekunden gekostet....
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Bruno ging von uns 2 zuerst auf die
Radstrecke. Hatte er doch einen beachtlichen Vorsprung
herausgeschwommen.
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Rund 3 Minuten später war auch ich so
weit. Na den werd ich bald wieder haben, dachte ich mir. So bin ich
erst mal richtig gemütlich losgefahren. Erst nach Bregenz am ersten
Anstieg habe ich dann Bruno erwischt....
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Weiler im Allgäu.
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Die Dorfkirche St. Blasius von Weiler im
Allgäu.
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Die herrliche Landschaft des Allgäus.
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Thomas von Rapperswil mit der Startnummer
306 machte mit mir mal ein Schwätzchen
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Damit ich auch mal drauf bin, knipste der
Thomas mal...
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Simone Keller (Startnummer 248) aus
Wattens am steilen Anstieg fragte mich ob Sie die Letzte sei.
Ich konnte Sie beruhigen, denn Bruno
war ja auch noch unterwegs...
Toll: Simone war mit einer
Radzeit von 7:36 h recht lange unterwegs, und das wußte sie. Deshalb
fragte sie mich auch. Aber sie kannte sicherlich auch ihre Stärke,
das Laufen. Hier ist sie den Marathon 4:11:38 h gelaufen. Und das ist
geradezu perfekt! Meine Hochachtung Simone!!
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Ramona Maute (Startnummer 266) aus Leinfelden Echterdingen
unterwegs auf der Radstrecke.
Witzig: Ramona beschloss letztes
Jahr im Sommer: "Ich werde Eisenfrau". Nie war Sie 3,8 km
geschwommen, 180 km Rad gefahren und noch nie ist sie einen Marathon
gelaufen. Mittels raffinierter Trainingspläne hatte sie sich gut
vorbereitet. Und Sie hat gefinished:
In 13:32:48 kam Sie durchs Ziel und hat
doch glatt mich und den Bruno noch versägt! Na da müssen wir doch
ganz herzlich gratulieren zur Eisenfrau! Des isch halt a echte
Schwäbin...
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Bruno Braun - ganz locker
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Bruno beim schweren Anstieg. Manch
Triathlet ist hier abgestiegen und hat sein Velo brav geschoben.
Wahrscheinlich die falschen Blätter
montiert.....
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Trainingsfahrt vom 26.7.06
so schön ist die Strecke
Bruno und ich haben uns natürlich
einmal die Strecke im Vorfeld angeschaut. Wir wollten nichts dem
Zufall überlassen....
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Trainingsfahrt vom 26.7.06
eine herrliche Radtour
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Die Verpflegung auf der Strecke war
vorzüglich. Von wem sie kam, kann man auf dem Sonnenschirm nachlesen.
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"Endlich im Ziel! Endlich kann ich
meine Laufschuhe anziehen und zu meiner Lieblingsdisziplin
wechseln", dachte ich mir hier....
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Bruno zurück vom Radeln. 182,9 km
geschafft. Cathleen, seine Frau freut sich riesig.
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1777 Höhenmeter sind vorbei. Dem Profil
kann man sehr wohl entnehmen, dass es keine Spazierfahrt war, obgleich
die Strecke sehr sehenswert ist.
Foto bzw. Profil von der Webseite des Bodenseetri-Challenge.
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Bruno und Paul unterwegs auf der
Marathonstrecke.
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Die ersten 20 Kilometer hatten wir noch
recht viel Spaß. Dann wurde es schon einwenig hart. Aber nur
einwenig....
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Während Bruno und ich noch auf dem
Fahrrad saßen hatte Olaf Sabatschus bereits seinen Marathon hinter
sich gebracht und lief mit 8:44:34 als erster ins Ziel ein. Super
Leistung.
Das
Interview von Erwin Lammenett (Buchautor: Der 29-Stunden-Tag des
Ironman Mangagers) mit Olaf
Sabatschus (In Hawai bereits 3 mal Top
10) lag mir auch an diesem Tag in den Ohren - im Sinn. Das wichtigste und
der erste Tipp von
Olaf war: Trinken, Trinken, Trinken... Und daran hielt ich mich auch
bei diesem Wettkampf wieder. Denn die Temperaturen am Bodensee lagen
doch bei gut 24 bis 26 Grad.
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So freute sich die Siegerin Linda
Schücker vom Tri-Club Paderborn also Sie als erste Frau die Ziellinie
überschritt. Mit einer Zeit von 10:12:23 hat sie erstklassig
gefinishet.
Herzlichen Glückwunsch
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Der Hafen von Rorschach.
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Und auf zur 2. Runde.... Was sind schon
21,1 km?
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Es war bereits Nacht geworden. Ein langer
Tag neigte sich dem Ende.
Nach 13 Stunden und 40 Minuten waren
Bruno und ich glücklich im Ziel.
Unsere Frauen warteten bereits auf uns.
Im Versorgungszelt gab es noch eine gute Verpflegung und eine
ausgezeichnete Massage.
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Gemeinsam ins Ziel laufen, das war einfach
spitze! Die Mühen waren nicht umsonst.
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Zum Wettkampf und zur Organisation noch
ein paar Worte von Bruno Braun aus Ottoberg in der Schweiz:
Wettkampf
:
Morgens
um 6 ist die Welt noch in Ordnung. Ausser es ist Sonntag und
Triathlontag. In der Wechselzone richten wir unsere Sachen für den
Wettkampf her, nehmen uns Zeit und wollen uns nicht stressen lassen.
Da haben die Helfer aber was dagegen, denn die wollen die Wechselzone
schliessen und uns zum Schwimmstart ins nahe gelegene Strandbad
schicken. Es sind ja immer noch gute 40 Minuten bis zum Start, und die
wollen wir so locker wie möglich verbringen. Paul will seinen Neo so
spät wie nur möglich anziehen, das scheint ihm Glück zu bringen.
Als erfahrener Trihase (eine Mutation des alpinen Schneehäschens)
muss ihm keiner sagen was wann zu tun ist. Also macht jeder seine
Sache. Wir verabschieden uns von unseren Frauen, ihre guten Wünsche
und
Küsse begleiten uns durch den Tag.
Das
Wasser des Bodensees ist überraschend angenehm warm. Noch vor wenigen
Tagen soll das Wasser nur knappe 16 Grad warm gewesen sein, doch heute
sind die Wetterverhältnisse hervorragend. Das Schwimmen ist einfach
eine Wucht. Die rund 200 Starter verteilen sich locker in der Weite
des Sees, so dass das Schwimmen purer Genuss ist. Wenn ich rechts
atme sehe ich die aufgehende Sonne mit der Morgenröte über dem östlichen
Bodensee. Links atmend sehe ich immer wieder Paul neben mir
schwimmend. Ich konzentriere mich auf das Technische und bin froh,
immer wieder Paul zu sehen, wohl wissend, dass damit die Richtung
stimmen wird. Wir zwei haben das Schwimmen ja nicht gerade erfunden,
weshalb die Schwimmmützen in meinem Blickfeld zunehmend weniger
werden. Paul zieht es vor, mich von hinten zu beobachten und ich habe
einen Staffelschwimmer gefunden, an dem ich anhängen kann.
Am
Schwimmausstieg nach zirka 1.25 werden wir von unseren Frauen begrüsst,
da bleibt Zeit für ein Küsschen und einen kleinen Schwatz. In der
Wechselzone haben wir es auch nicht eilig. Ich mache mich dann
trotzdem ohne Paul davon weil ich als deutlich schlechterer Velofahrer
eh weiss, dass er mich früher oder später ein- und überholen wird.
Vor mir sehe ich jeweils nur kurz die Fahrer von denen ich überholt
werde. Ich selber kann höchstens zwei bis drei Fahrern meinen krummen
Rücken zeigen. So wunderschön, verkehrsarm und abwechslungsreich die
Radstrecke ist, so selektiv ist sie. Paul verabschiedet sich in einer
Abfahrt kurz nach dem zweiten Verpflegungsposten ohne es
mitzubekommen. Ich habe in der Abfahrt keinen Stich ihm zu folgen. Was
kann ich auf der Zusatzrunde Radlerwaden studieren! Bruno! So müssten
Deine Waden ausgebildet sein und nicht so schlapp daherkommen! Diese
kräftigen und vor allem rasierten Waden machen mir gewaltigen
Eindruck, die scheinen nur so die Anstiege hochzufliegen. Aber
schliesslich hatte ich vor einem Jahr noch keinen einzigen km auf
einem Rennrad gefahren, da mussten erstmals Gesäss, Nacken, Arme, Hände
und weitere Extremitäten an das Rennrad gewöhnt werden. Von einem
Genuss beim Radfahren kann ich leider bis heute nicht sprechen.
Paul
ist zuvorkommend und legt nach dem steilsten Aufstieg der
Zusatzschlaufe eine rund 15 minütige Zvieripause ein. Wenn Paul sein
Ding durchziehen würde, dann könnte er die Radstrecke deutlich
schneller fahren. Aber da er derjenige von uns ist der sagte: ‚jetzt
wird am Bodensee gestartet’, will er mich entweder aufmuntern oder
sich kurz erholen und das Renngeschehen mal als Zuschauer beobachten.
Jetzt werden die Pausen und die Gespräche an den Verpflegungsständen
länger. Der Vertreter von Sponser nutzt die Gelegenheit für ein ausführliches
Verkaufsgespräch, obwohl er uns von den Vorteilen von Sponser nicht
mehr zu überzeugen braucht!
Irgendwann
bin ich dann (wohl im Kopf) müde genug und habe nicht nur auf sondern
auch mit dem Velo mein Problem. Das kann doch nicht sein, dass auf der
Fläche der Paul so locker wegzieht. Es ist aber so und ich erkläre
es mir damit, dass ich festzustellen glaube, dass sich ein hinterer
Bremsklotz nicht mehr von der Felge löst und so konstant leicht
bremst. So steige ich ein paar Mal ab und versuche das technische
Problem zu lösen. Aber wie? Ich habe von Veloreparatur ja keine
Ahnung und schicke mich ins Schicksal, die restlichen 30 km einfach
noch durchzubeissen.
Wenn
man keine Kraft in den Beinen hat, dann kann man seine Pulswerte ganz
ordentlich schonen. Wovon ich natürlich reichlich profitiere. Mein
Ziel, die Radstrecke in spätestens 6.45 hinter mich zu bringen,
verpasse ich mit rund 7.30 klar. I COULD NOT CARE LESS, denn immerhin
zeigt meine Cathleen grosse Freude, mich von der Radtour unverletzt
zurück zu sehen.
Rein
in die Laufklamotten. Aber dass es wieder eine übermässig lange
Wechselzeit von über 8 Minuten gibt, zeigt deutlich meinen fehlenden
Wettkampfbiss. Andere Sportler sind nach längstens 3 Minuten beim
Laufen, wir brauchen das dreifache.
OK,
jetzt kommt unsere Paradedisziplin, das Laufen. Nach jedem km ermahne
ich Paul dass wir zu schnell unterwegs wären. Langsamer, Paul. Ja,
machen wir. Langsamer Paul, ja, machen wir! Langsamer, Paul, Paul,
langsamer, wir sind zu schnell unterwegs. Der Kerl ist nicht tot zu
kriegen, denke ich. Der stampft einfach seinen Stiefel runter und möchte
unter 4 Stunden reinkommen. Die Laufstrecke ist auf der ersten Runde
noch recht belebt. Mit 2.03 für den Halbmarathon sind wir sehr zügig
unterwegs. Trotzdem möchte ich meine geistige Handbremse noch nicht lösen,
denn ich bin auf einen Rückschlag vorbereitet. Irgendwann erfahre ich
dann Magenprobleme und muss für einige Zeit kürzer treten. Die gut
gemeinten Ratschläge von Paul sind mir so was von egal. Jetzt, da ich
mit mir zu kämpfen habe kommt es mir gerade recht, dass Paul auf dem
Klo eine längere Sitzung hat und ich währenddessen gehen kann. Das
hatte ich mir einfach mal erlaubt. Und siehe da, nachher ging’s
wieder besser. So viel besser, dass wir gegen Schluss des Marathons
wieder schneller geworden sind. Leider, leider waren da nur noch
wenige Leute unterwegs die diese spezielle Leistung auch gewürdigt hätten.
Die letzten 5 km waren für mich so locker, dass sogar Paul
nicht mehr so gesprächig war wie bisher gewohnt. Mit 4.24 sind wir
eine ganz tolle Zeit gelaufen, auf die wir beide sehr stolz sein dürfen.
Es ist ein tolles Erlebnis, zusammen mit einem guten Freund nach 226
und 13.40 Hand in Hand über
die Ziellinie zu laufen.
Dieser
Triathlon wird in meinem sportlichen Palmarès neben den beiden
K78iger Teilnahmen am Swiss Alpine Marathon sowie dem Vasaloppet den höchsten
Stellenwert einnehmen. Ich bin sehr stolz, mich einen LD Finisher
nennen zu dürfen und werde zukünftige sportliche Abenteuer dank
dieser Erfahrung lockerer angehen.
Herzlichen
Dank, lieber Paul, für das tolle Erlebnis. Ohne Deine gute Laune und
Sturheit hätte ich heute immer noch keinen LD gefinished.
Die Veranstaltung:
Helfer: Motiviert, kompetent, freundlich. Supertruppe. Wenn ich
nächstes Jahr nicht teilnehme und Zeit habe, bin ich als Helfer
dabei.
Verpflegung: sehr grosszügig, um Klassen besser wie in Roth
(da gibts auf der Radstrecke keine Gels) bei Euch ist die Auswahl
super und die Qualität von Sponser unbestritten.
Radstrecke: Sicherheit und Wegführung einwandfrei. Einzig auf
den Zusatzrunden im Allgäu war die Tafel die eine Dame gehalten hatte
nach meinem Verständnis falsch geschrieben. Es stand 1. und 2. Runde
was mich irritierte. Ich hatte ja die erste Runde schon hinter mir und
wollt auf die 2. und 3. Runde gehen. Ergo hätte 2. und 3. Runde
stehen müssen. Landschaftlich wunderschön, topographisch am oberen
Limit. Da lassen sich bestimmt einige potentielle Teilnehmer
abschrecken wenn sie die Höhenmeter auf dem Diagramm sehen. Ist das
so gewollt?
Stimmung: Unter den Wettkämpfern perfekt, unter den (wenigen)
Zuschauern auch.
Schwimmen: Grossartige Infrastruktur und schöne
Strecke
Laufen: 1/2 Marathon Strecke nach Arbon und zurück tip top.
Zielverpflegung: erstklassig, reichlich und grosszügig.
Massage: wirklich professionell und gut gelaunte
Fachleute, die sich sehr um den Einzelnen gekümmert haben.
Teilnehmerfeld: Die Teilnehmer waren leistungsmässig am obern
Ende. Als Rookie und 13.x Finisher fühlt man sich ein bisschen
einsam, zumindest auf derRadstrecke. Wünsche Euch sehr, dass Ihr für
nächstes Jahr mit den Teilnehmern einen grossen Schub nach vorne
machen könnt.
Mir hat es an nichts (seitens des Veranstalters) gefehlt, weshalb ich
den Bodenseetri mit bestem Gewissen weiter empfehlen werde.
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Die Finisher - Medaille.
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Die Durchgangszeiten von Paul:
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Startzeit
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jeweilige Gesamtzeit
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benötigte Zeit
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Puls (/)
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zurückgelegte Gesamt-Strecke
(Kommentare)
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S C H W I M M E N
- Gesamtzeit: 1:27:46 - Wechsel: 0:08:34
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133
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R A D F A H R E N
- Gesamtzeit: 7:30:52 - Wechsel: 0:09:04
(Strecke: 182,9 km)
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L A U F E N
- Gesamtzeit: 4:23:46 - Die Marathonzeit
ist nach der schweren Radstrecke top!
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Nun ein paar wichtige Daten, Fakten und
Infos zum Lauf:
2. Int. Bodensee-Tri-Challenge 2006
Strecke: 3,8 km Schwimmen im Bodensee, 182 km Rad fahren, 42,195 km Laufen .
Veranstalter: Kommunikationsagentur BPR Communications AG aus
St. Gallen
Schirmherrschaft:
Werner Bhend Präsident Schweizerischer Triathlonverband
Thomas Müller, Stadtpräsident Rorschach
Wetter: Kaiserwetter - Sommerwetter - so wie es sich die
Triathleten wünschen.
Meine Zeiten waren
Schwimmen 3,8 km: 01:27:46 (bin
ich voll zufrieden - ist ja mein 2. Ironman in Folge) das entspricht einer
Geschwindigkeit von 2,60 km/h.
Rad 182,9 km: 07:30:52 das entspricht einer
Durchschnittsgeschwindigkeit von 24,34 km/h bei rund 1777 Höhenmeter
Laufen 42,2 km: 04:23:46 das sind
9,6 km/h und ein Schnitt von 6min15sec. pro Kilometer.
das entspricht einer Gesamtzeit mit Wechsel Schwimmen/Rad (8:34) und
Rad/Laufen (9:04) von 13:40:05 Stunden
das entspricht einer Zeit von 3
Min. 35 sec pro Kilometer für 228,9 Kilometer (Schwimmen/Rad/Laufen) und das
wiederum ist auf die gesamte Distanz eine Durchschnittsgeschwindigkeit
von 16,75 km/h
Das ist Platz Nr. 130 bei den Männern von 143 Finishern. Hört
sich nicht besonders an. Aber wenn man bedenkt, dass rund 50
Teilnehmer aufgaben, dann sieht die Sache schon wieder ganz anders
aus.
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Hier geht es
zur Internetseite vom Veranstalter http://www.bodenseetri.ch
Hier kannst Du auch die Ergebnisliste nachlesen.
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