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10. EBM-Papst-Marathon in
Niedernhall 10.09.2005 Der
"Jubilauf" war ein Wasserlauf. Schade, denn das Orga-Team
hat sicherlich alles perfekt vorbereitet. Nur der Petrus hat der
Veranstaltung, die eine Veranstaltung der Superlative sicherlich
geworden wäre einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch
kamen sehr viele Aktive nach Niedernhall. An der Strecke allerdings
merkte man in diesem Jahr, dass die Zuschauer auf Grund strömenden
Regen lieber im Bett geblieben sind. Aber es waren trotzdem noch
relativ viele begeisterte Fans da, welche die Läufer anfeuerten.
Der EBM-Papst-"Marathon" zählt in der Region Hohenlohe
zur größten Laufveranstaltung. Wahrscheinlich ist er sogar eine
der größten Veranstaltungen im Süddeutschen Raum. Über 2800
Läufer(innen) kamen ins Ziel. Neben der
Marathon-Distanz wird der Halbmarathon, 10000m-Lauf und eine
Inlinerstrecke angeboten. Schade ist, dass man an die (Nordic)-Walker
noch nicht gedacht hat.
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Bevor ich meinen Lauf kommentiere
möchte ich besonders folgenden Läufer(innen) aus der Region
gratulieren.
| Platz |
Name |
Verein
oder Ort |
Zeit |
| 03 (02) |
Fischer, Jürgen |
TSV Crailsheim |
01:16:17 |
| 05 |
Rathgeb, Karl |
DJK Ellwangen - M 45 -
1. Platz |
01:17:41 |
| 13 |
Geiger, Jürgen |
TSV Crailsheim |
01:22:03 |
| 72 |
Launer, Paul |
www.hobbylauf.de |
01:29:06 |
| 91 |
Sommer, Reinhold |
Jagstzell |
01:30:14 |
| 561 |
Lutz, Joachim |
SV DJK Stödtlen |
01:48:21 |
| 02 |
Zanzinger, Anne |
TSV Crailsheim |
01:28:13 |
| 03 |
Hajek, Branka |
TSV Ilshofen |
01:31:25 |
| 13 |
Walter, Andrea |
Lauftreff Fichtenau |
01:40:55 |
| 60 |
Fohrer, Renate |
Lauftreff Fichtenau |
01:51:19 |
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Wenn ich jemand vergessen habe, dann
meldet Euch einfach. Wird dann natürlich auf dieser Liste noch
ergänzt. Zum Lauf: Bereits
morgens um 3.00 Uhr wurde ich aus dem Bett gerissen. Blitz, Donner und
Gewitter - es prasselte der Regen nur noch so herunter. Ich schaute
zum Fenster raus und dachte mir, na das kann ja heute richtig
"lustig" werden. Um 5.30 Uhr bin ich aufgestanden. Müsli
und 2 Eier reingedonnert und um 6.20 Uhr saß ich bereits im PKW bei
strömenden Regen Richtung Niedernhall. Je weiter ich an den Kocher
kam, desto besser wurde das Wetter. Der Regen ließ sogar etwas nach -
aber es regnete fortan ständig und gleichmäßig, wenn auch nicht
mehr ganz so heftig. In Niedernhall hatte ich glück. Noch einen guten
Parkplatz ergattert, war ich doch schon um 7.30 Uhr in der Halle bei
der Anmeldung. Hier traf ich unter anderem den Reinhold Sommer aus
Jagstzell, der in 14 Tagen ebenfalls mit mir nach Berlin zum Marathon
fährt. Reinhold finishte in einer beachtlichen Zeit von 1:30:14. Wenn
er auch im Ziel meinte: Ziel verfehlt! Hey Reinhold bei diesen
widrigen Umständen um 14 Sekunden sein Ziel zu verfehlen ist keine
Kunst...... In Berlin machst Du locker die 3:15 oder gar besser!!
Dennoch hier an dieser Stelle - Gratulation für die ausgezeichnete
Leistung! "Draußen" machte ich dann schnell noch ein paar
Regenfotos und das obligatorische Foto davor. Ich konnte keinen mir
bekannten Läufer erblicken. Alle waren Sie "untergetaucht"
unter Bäumen, in die Zelte und anderswo.... . Doch jetzt hieß es -
auf zum PKW - umziehen und fertig machen für den Lauf. Mit warm
laufen hatte ich heute überhaupt nichts am Hut.... Es war zu nass und
zu kalt.... Eigentlich ist man doch ganz schön blöd... , gerade da
sollte man für eine ordentliche Aufwärmphase sorgen. Was macht
Hobbysportler Paul? Der hadert und schimpft mit dem Wetter...! Hat es
daran gelegen? Noch 5
Minuten zum Start. Nun, jetzt musste ich schon schauen, dass ich in
die vorderen Reihen kam. War eigentlich auch kein Problem. Konnte ich
doch den Jürgen Fischer und den Jürgen Geiger vom TSV Crailsheim in
der ersten Startreihe erkennen. Hallo Jürgen - Hallo viel Erfolg,
guten Lauf - Handschlag hier und da und so stand ich genau da wo ich
auch stehen wollte. Nämlich in der 2. Reihe. Ich schaute mich um und
konnte noch Karl Rathgeb von der DJK Ellwangen sehen. Auch die Branka
Hajek vom TSV Ilshofen (Vorjahressiegerin der Frauen beim HM mit einer
Zeit um 1.27) konnte ich erblicken. Es war klar, dass ich mindestens
mit ihr laufen wollte, denn Sie zählt zu den stärksten Läuferinnen
im Hohenlohekreis und hat exakt meine Laufgeschwindigkeit. Dies war
schon in Fichtenau
beim Crosslauf so, wo wir beide nahezu gleichzeitig ins Ziel
kamen. 10, 9, 8 ...2, 1 Schuss und los ging's. Hui - schon der Start
ging feurig los, was mir aber sehr recht war. Keine Läufer vor mir,
die ich überholen musste - Super Ausgangssituation - Poolposition.
"Na wenn das wohl gut geht", dachte ich mir. KM-Marke
1 Zeit: 3:46 - Puls 155. Paul das ist etwas zu schnell, dachte
ich mir. Und so versuchte ich beim 2. Kilometer mich langsam auf meine
Wunschlaufzeit von 4:09/4:10 einzupendeln. KM-Marke 2
Zeit: 4:01 - Puls 155! "Heiligsblechle", dachte ich
mir, der Puls ist viel zu hoch. Und so ging es in den 3. Kilometer. KM-Marke
3 Zeit: 3:59 - Puls 154! Na also - der Puls
"normalisiert" sich schon - sieht doch gut aus, dachte ich
mir. Derweil hatten mich schon sehr viele Läufer überholt - unter
anderem bereits nach 500 m Karl Rathgeb von der DJK Ellwangen. Den
konnte ich bereits nach 3 Kilometer nicht mehr sehen. Ebenso
natürlich die 2 Jürgens vom TSV Crailsheim. KM-Marke 4 Zeit:
3:59 - Puls 153! Na Bitte - Der Puls normalisierte sich und
jetzt noch einwenig langsamer - halt so um die 4:10 Bitte schön,
dachte ich mir - natürlich hochmotiviert.... . KM-Marke 5 Zeit:
4:29! - Wie bitte? Was ist das? War da vielleicht ein Berg?
Ich war echt "geschockt". Nach 5 Kilometer bereits der
"Einbruch"? Mit einem Kilometer die ganze gute Vorlaufzeit
-versaut! Und so stapfte ich trotzig durch die Pfützen und ärgerte
mich - über mich - .. Warum eigentlich? KM-Marke 6 Zeit: 4:05 -
Puls 152. Jetzt hatte ich vielleicht endlich den Rhythmus
gefunden. Aber der Puls müsste unter 150 gehen, so kann ich das Tempo
nicht halten. In Augsburg war bei 148 Schlägen und bei meiner besten
Marathonzeit in Hamburg lag er nur bei 145 Schlägen..... Das ging mir
so durch den Kopf - und ich merkte bereits, dass die Oberschenkel
schwer wurden. Bei einem 10000er normal aber nicht bei einem
Halbmarathon. KM-Marke 7 Zeit: 4:11 - Puls 152 -
Vielleicht ging der Puls auch nicht runter, weil mit jedem Kilometer,
den ich machte ich mich mehr aufregte! KM-Marke 8 Zeit: 4:17 -
Puls 151. Es war einfach nicht mein Lauf. KM-Marke 9
Zeit: 4:09 - Puls 151 - Dann KM 10 - Zeit 4:15 - Puls
151 (10-Kilometerzeit 41:15 h - was ja eigentlich nicht einmal
ganz so schlecht ist...) In der Zwischenzeit war ich in Künzelsau dem
Hauptstimmungsnest angekommen. Doch in diesem Jahr waren auf Grund des
Wetters gar wenige Zuschauer auf der Straße. Ein Läufer, der mich in
Künzelsau kurz überholte, schimpfte gar arg über die Künzelsauer,
weil sie heute einfach nicht auf der Strecke waren. Seine Worte
möchte ich nicht zitieren. Das konnte ich nicht auf mir sitzen
lassen. Ich holte den Kameraden wieder ein und teilte ihm mit, dass
ich wahrscheinlich als Zuschauer heute auch lieber im Bett geblieben
wäre. Denn eigentlich sind nur "Verrückte" bei einem
solchen Sauwetter unterwegs. Die Jahre zuvor war hier immer mächtig
Stimmung und er möge doch Verständnis hierfür haben. Er bruddelte
dann noch irgend etwas vor sich hin und irgendwie mussten die EBM-ler
den Kurs geändert haben, denn es ging streng bergauf. Das war für mich
natürlich eine Herausforderung und so ließ ich den
"maulenden" Kameraden hinter mir. Ach tat das mal wieder
gut! Ich merkte auch erst nach der nächsten Zwischenzeit, dass ich
gar nicht mehr auf die Uhr geschaut hatte. Und das war gut so. Bei KM
12 waren es 08:38 - Puls immer noch 151. Also machte ich die letzten 2
Kilometer mit einem Schnitt von 4:19. Paule - dachte ich mir -
Vielleicht klappt es noch mit unter 1:30 Uhr! Und so bin ich die
letzten 9 Kilometer Richtung Ziel "tapferle" weiter gelaufen. Habe mich durchgebissen
und immer weniger aufgeregt. Ab und zu wurde ich dann noch von einigen
Endspurtlern überholt. Immer wieder, dachte ich mir: Jetzt überholt
sie mich noch - die Branka vom TSV Ilshofen... Und im Ziel freute ich mich über
die 1:29:06. Beim Verpflegungsstand traf ich dann noch die
Branka, die strahlend meinte: Bin doch heute glatt hinten raus
eingebrochen... Beim Blick auf die Gesamtliste war ich dann doch
wieder sehr mit mit "versöhnt". Platz Nr. 70 bei den Herren
oder Gesamt Nr. 72 von 1416 Läuferinnen und Läufer. Na - so schlecht
war es auch mal wieder nicht.
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