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Das Herz ist einfach gesagt ein
"faustgroßer" Muskel. Wird das Herz durch regelmäßiges
Training mehr oder minder beansprucht, so wird es ebenso mehr oder
minder leistungsfähig sein. D.h. der Muskel wird sein Volumen
dementsprechend vergrößern. Die Leistungsfähigkeit steigt, die
Herzfrequenz wird im Regelfall sinken.
So haben nichttrainierte Menschen einen
Ruhepuls von 60 bis 90 Schlägen in der Minute. Bei Ausdauersportlern
liegt dieser oft im Bereich zwischen 35 und 50 Schlägen (bei mir
liegt der Ruhepuls bei 40 bis 49 Schlägen - je nach Trainingsstand).
Durch den verstärkten Herzmuskel ist beim Sport auch die
Sauerstoffaufnahme größer. So ist logisch, dass ein trainierter
Sportler bei gleicher Belastung einen wesentlich niedrigeren Puls hat
als ein sogenannter "Stubenhocker".
Dies hat wiederum zur Folge, dass ein
vergrößertes Volumen (stärkerer Herzmuskel) und verbesserte
Sauerstoffaufnahme mitentscheidend für die Lebensdauer eines Menschen
sein kann. Die Lebensdauer des Herzens oder besser gesagt die
genetische Grenze des Herzens ist nicht auf die Jahre sondern auf die
Anzahl der Herzschläge begrenzt. So soll die genetische Grenze bei
3,2 Milliarden Herzschlägen liegen. Erst jetzt wird klar, wie wichtig
die Herzfrequenz für die Lebensdauer des Menschen sein muss. Die
Tatsache, dass ein "trainiertes Herz" und der dazu
gehörende "trainierte" Organismus in der Ruhephase kaum
mehr Energie benötigt wie ein untrainierter Herzmuskel, jedoch die
Herzfrequenz niedriger ist, zeigt dass die Lebenserwartungen für den
Sportler bezüglich des Herzens höher sein muss.
Noch ein Beispiel: Unser Herz pumpt pro
Tag ca.10000 Liter (zehntausend!!!) Blut durch unseren Körper! Ein
untrainiertes Herz schlägt hierfür in der Minute zwischen 60 bis 90
Schlägen und ein trainiertes Herz benötigt für die gleiche Menge
eben nur 35 bis 50 Schläge, weil das Volumen des Herzens, sprich die
Leistungsfähigkeit einfach besser ist.
Dennoch: Ausdauersportler
müssen im Alter vorsichtig sein. Ein abruptes Aufhören im Training
kann alles andere als Vorteilhaft für das Herz und den Organismus
sein. Sehr oft kann eine unzureichende Blutversorgung und die dadurch
geringere Sauerstoffversorgung im Alter tödlich sein. Deshalb ist es
vor allem auch bei Leistungssportlern, Berufssportlern und
Ausdauersportlern wichtig, dass sie nach und nach
"abtrainieren", und so das Herz, die Organe und die
Kreislaufsysteme auf die geringere Belastung gewöhnen lassen.
Warnung: So sei es jedem
Menschen und vor allem den übereifrigen Sportlern, die auf einen
Wettkampf hintrainieren noch einmal, aber mal und aber mal gesagt: Bei
der banalsten Infektion, Erkältung, Grippe usw. darf unser Herz, dass
so viel leistet nicht beansprucht und gereizt werden! Das
schlimmste was uns ereilen kann ist eine tödliche
Herzmuskelentzündung oder auch bleibende Herzrhythmusschäden.
Gönnen Sie auch Ihrem Herz und Ihrem Körper eine Pause. Gehen Sie
zum Arzt, und erst wenn dieser Ihnen das grüne Licht für Ihren
Lieblingssport wieder gibt, dann können Sie Gas geben. Niemals nach
Empfindungen und Gefühl handeln! Denn noch einmal: Das Herz ist
unser wichtigstes Organ und die Leistung dieses "Muskels"
ist nahezu unfassbar, einfach grandios!
Deshalb sollte man auch eine Krankheit immer gut ausheilen. Nie zu
früh mit dem Training anfangen! Leute seit vernünftig! Was soll das?
Ob 1 Woche oder 2 Wochen Trainingsausfall - das ist so was von egal.
Wer hier falsch handelt, der kann vielleicht niemals mehr trainieren!
Alle Angaben ohne Gewähr - ich bin
kein Mediziner - sondern "nur" Ausdauersportler.
Quellen: sportlexicon.ch , Wikipedia,
hessenweb.de (Medizinisches Lexikon), hotsport.ch ,Sportunterricht.de
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