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28. Rennen "Mann gegen Pferd" oder Man versus Horse am 9.6.2007 in Llanwrtyd Wells (Wales)
- habe ich es doch gewusst - der Flori führt was im Schilde!

Beim Stadtlauf in Heidenheim haben wir miteinander gequasselt. Hier erzählte mir Florian Holzinger, dass er demnächst mit einem Freund nach Wales fliegen würde. Hier findet in dem kleinen beschaulichen Ort Llanwrtyd Wells alljährlich ein besonderer Wettkampf statt. Mann gegen Pferd. Nur einmal in der Geschichte des Rennens gelang es bisher einem Läufer, vor den Reitern anzukommen: Hub Lobb schaffte 2004 die Premiere und konnte damals eine Siegprämie von 25.000 Pfund mit nach Hause nehmen. In diesem Jahr waren es gleich zwei Läufer, die vor dem ersten Reiter ankamen und einer von beiden kommt aus Ansbach: Dr. Florian Holzinger (TuS Feuchtwangen) ließ alle Läufer und alle Reiter hinter sich und erreichte nach 2:20 Std, das Ziel. Eine Minute Vorsprung hatte er am Ende vor dem Briten John Parkinson, der schnellste Reiter folgte erst 11 Minuten nach dem Sieger.

Das Ortsschild von Llanwrtyd Wells
Der Sieger Florian Holzinger mit dem schnellsten Pferd Lucio, dass dennoch 11 Minuten nach ihm ins Ziel kam.
Auf der Strecke - Florian Holzinger kämpft sich nach vorne.
An den Wassergräben sind viele erstklassige Marathonläufer verzweifelt. Florian Holzinger nicht. Als Crossläufer-Spezialist war das für ihn kein Problem.
Ein Pferd am Wassergraben
Ein "männliches" Horse Die Reiterschaft hatte keine Chance!
Nach dem Sieg hatten die Medien natürlich großes Interesse am "Deutschen Florian Holzinger". He looks like a bull. 
Natürlich wurde nach dem Sieg kräftig gefeiert.  

FLZ (Fränkische Landeszeitung) , 13.06.2007, 
Bericht von Herbert Ruff:
Dr. Florian Holzinger gewinnt in Wales 35 km langes Rennen gegen Pferde
Der Mann mit der Pferdelunge
3000 englische Pfund Preisgeld für den Sieg - Zwei Bachläufe gequert


ANSBACH - „Mann gegen Pferd** -so archaisch lautet der traditionsreiche Wettbewerb im walisischen Städtchen Llanwrtyd Wells. In aller Regel gewinnen über eine Distanz von 35,4 Kilometern die Vierbeiner - nicht jedoch, wenn Dr. Florian Holzinger „gezwungen" wird, an diesem ungewöhnlichen Rennen in der Grafschaft Pow-ys teilzunehmen. Der aus Feuchtwangen stammende und in Ansbach wohnende Athlet gewann am vergangenen Wochenende in 2:20 Stunden und ist in der 28-jährigen Geschichte von „Man versus horse", so der offizielle Titel dieses Wettbewerbs, erst der zweite Mensch, der vor einem Vierbeiner ins ANSBACH - „Mann gegen Pferd** -so archaisch lautet der traditionsreiche Wettbewerb im walisischen Städtchen Llanwrtyd Wells. In aller Regel gewinnen über eine Distanz von 35,4 Kilometern die Vierbeiner - nicht jedoch, wenn Dr. Florian Holzinger „gezwungen" wird, an diesem ungewöhnlichen Rennen in der Grafschaft Pow-ys teilzunehmen.

250 Männer und Frauen starteten in Llanwrtyd Wells mit einem Vorsprung von 15 Minuten auf die 45 berittenen Pferde. „Ich kannte die Regeln gar nicht richtig. Dass diese 15 Minuten am Schluss wieder abgezogen werden, wurde mir erst nach dem Zieleinlauf bewusst", berichtete Holzinger, der rein zufällig bei diesem Wettbewerb gelandet ist. Ein Freund aus dem Allgäu, der sich auch dem Wettrennen mit den Pferden stellte, hatte ihm das Startgeld spendiert. Zusammen mit ihren Freundinnen flogen sie - halb in Urlaubs-, halb in Wettkampfstimmung - nach Birmingham, und von dort ging es mit dem Auto weiter nach Wales. 

Abenteuerlich gestaltete sich die 35 Kilometer lange Strecke mit einem Mix aus Teer-, Schotter- und Geländewegen. Das walisische Hügelland machte seinem Namen alle Ehre: 1000 Höhenmeter galt es zu bewältigen. „Wir wurden auf 30-prozentige Anstiege raufgehetzt, danach ging es wieder steil nach unten." Oder mitten durch das Hochmoor, wo es für den in Führung liegenden Ansbacher, der für den TUS Feuchtwangen startete, nicht einfach war, die Orientierung zu behalten. Beim Lauf durch die „ Grüne Hölle von Wales", die britische Presse nennt es „gruelling welsh terrain", galt es auch zweimal einen bis zu 20 Meter breiten Fluss zu queren. ,,Fast kniehoch reichte das Wasser." Etliche Marathonspezialisten sind daran verzweifelt und gaben entnervt auf. Für Florian Holzinger als ehemaligen Deutschen Junioren-Cross-Meister war es das ideale Terrain. „Zur Vorbereitung auf diesen Lauf trainierte ich kurz vorher nur einmal mit Querfeldeinlaufen durch du Alpen." Das hat gereicht. Nach 2 Stunden, 20 Minuten und 30 Sekunden war Holzinger im Ziel, und als 15 Minuten später immer noch kein ross und Reiter zu sehen waren, stand der Sieg fest. Das schnellste Pferd, „Lucy", geritten von Geoffrey Allen, bewältigte den anspruchsvollen Kurs in 2:31:26 Stunden. Für Holzinger machte sich die Teilnahme bezahlt: Er strich 3000 englische Pfund Preisgeld ein („Meine höchste Prämie bisher“). Vor drei Jahren, als erstmals ein Mensch gegen ein Pferd gewann, wurden aus dem Jackpot 25 000 Pfund ausbezahlt.

Nach seinem Lauf über Stock und Stein überstand Holzinger auch die rauschende Siegesfeier unbeschadet. „Die Begeisterung der Waliser für diesen Wettbewerb ist unbeschreiblich. Jeder in meiner Nähe hat mir gratuliert und wollte ein Foto mit mir".

Selbst zig Meilen entfernt vom Wettkampfort wurde der schnelle Mittelfranke - etwa an der Tankstelle - noch auf seinen glorreichen Sieg angesprochen.

Wer weiß, wo insgeheim schon die nächsten  Startgelder  für  Holzinger hinterlegt sind. Die „schrulligen Briten" veranstalten jedenfalls noch jede Menge verrückter Wettbewerbe. Wie war's  mit der Weltmeisterschaft  im Sumpf Biken (Austragungsort ebenfalls Llanwrtyd Wells), oder den „Bog Triathlon" für alle Schlamm liebem Athleten. Nicht zuletzt hält Wales noch das „Race the train" bereit, ein Rennen gegen eine Dampf ausstoßende Schmalspurbahn. Ein leibhaftiges. Ross hat Holzinger schon besiegt, nun wäre also ein Stahlross an der Reihe.

Nun ein paar wichtige Daten, Fakten und Infos zur Veranstaltung:
28. Wettbewerb - Man against Horsse in
Llanwrtyd Wells - Wales
Veranstalter: Stadt
Wetter: optimal - warm - trocken
Strecke:  35,4 km
Florians Zeit war 02:20:30     
das entspricht einer Geschwindigkeit von 15,12 km/h.  
das entspricht einer Zeit von 3 Min. 58 sec pro Kilometer
Das ist Platz Nr. 1 von 250 Läufer und Läuferinnen und was weiss ich wie viele Pferde! Die Strecke ist extrem und hat über 1000 Höhenmeter und Ansteige bis zu 30 Prozent. Ein Läufer, der hier noch unter 4 Minuten bleibt ist wohl der Weltspitze zuzurechnen. Zumal 2 x ein Fluß überquert wurde.
Webseite: gibt es leider keine
Die Ergebnisliste ?

Bildnachweis: Holzinger 

 

  © 2007 Paul Launer
 
 
  Letzte Bearbeitung: 2007-06-21