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Das
Ortsschild von Llanwrtyd Wells |
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Der
Sieger Florian Holzinger mit dem schnellsten Pferd
Lucio, dass dennoch 11 Minuten nach ihm ins Ziel
kam. |
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Auf der
Strecke - Florian Holzinger kämpft sich nach
vorne. |
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An den
Wassergräben sind viele erstklassige
Marathonläufer verzweifelt. Florian Holzinger
nicht. Als Crossläufer-Spezialist war das für
ihn kein Problem. |
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Ein
Pferd am Wassergraben |
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| Ein
"männliches" Horse |
Die
Reiterschaft hatte keine Chance! |
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Nach dem
Sieg hatten die Medien natürlich großes
Interesse am "Deutschen Florian Holzinger".
He looks like a bull. |
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Natürlich
wurde nach dem Sieg kräftig gefeiert. |
FLZ
(Fränkische Landeszeitung) , 13.06.2007,
Bericht von Herbert Ruff:
Dr. Florian
Holzinger gewinnt in Wales 35 km langes Rennen gegen
Pferde
Der Mann mit der Pferdelunge
3000 englische Pfund Preisgeld für den Sieg - Zwei
Bachläufe gequert
ANSBACH - „Mann gegen Pferd** -so archaisch lautet der
traditionsreiche Wettbewerb im walisischen Städtchen
Llanwrtyd Wells. In aller Regel gewinnen über eine
Distanz von 35,4 Kilometern die Vierbeiner - nicht
jedoch, wenn Dr. Florian Holzinger „gezwungen"
wird, an diesem ungewöhnlichen Rennen in der Grafschaft
Pow-ys teilzunehmen. Der aus Feuchtwangen stammende und
in Ansbach wohnende Athlet gewann am vergangenen
Wochenende in 2:20 Stunden und ist in der 28-jährigen
Geschichte von „Man versus horse", so der
offizielle Titel dieses Wettbewerbs, erst der zweite
Mensch, der vor einem Vierbeiner ins ANSBACH - „Mann
gegen Pferd** -so archaisch lautet der traditionsreiche
Wettbewerb im walisischen Städtchen Llanwrtyd Wells. In
aller Regel gewinnen über eine Distanz von 35,4
Kilometern die Vierbeiner - nicht jedoch, wenn Dr.
Florian Holzinger „gezwungen" wird, an diesem
ungewöhnlichen Rennen in der Grafschaft Pow-ys
teilzunehmen.
250 Männer und Frauen starteten in Llanwrtyd Wells mit
einem Vorsprung von 15 Minuten auf die 45 berittenen
Pferde. „Ich kannte die Regeln gar nicht richtig. Dass
diese 15 Minuten am Schluss wieder abgezogen werden,
wurde mir erst nach dem Zieleinlauf bewusst",
berichtete Holzinger, der rein zufällig bei diesem
Wettbewerb gelandet ist. Ein Freund aus dem Allgäu, der
sich auch dem Wettrennen mit den Pferden stellte, hatte
ihm das Startgeld spendiert. Zusammen mit ihren
Freundinnen flogen sie - halb in Urlaubs-, halb in
Wettkampfstimmung - nach Birmingham, und von dort ging
es mit dem Auto weiter nach Wales.
Abenteuerlich
gestaltete sich die 35 Kilometer lange Strecke mit einem
Mix aus Teer-, Schotter- und Geländewegen. Das
walisische Hügelland machte seinem Namen alle Ehre:
1000 Höhenmeter galt es zu bewältigen. „Wir wurden
auf 30-prozentige Anstiege raufgehetzt, danach ging es
wieder steil nach unten." Oder mitten durch das
Hochmoor, wo es für den in Führung liegenden
Ansbacher, der für den TUS Feuchtwangen startete, nicht
einfach war, die Orientierung zu behalten. Beim Lauf
durch die „ Grüne Hölle von Wales", die
britische Presse nennt es „gruelling welsh terrain",
galt es auch zweimal einen bis zu 20 Meter breiten Fluss
zu queren. ,,Fast kniehoch reichte das Wasser."
Etliche Marathonspezialisten sind daran verzweifelt und
gaben entnervt auf. Für Florian Holzinger als
ehemaligen Deutschen Junioren-Cross-Meister war es das
ideale Terrain. „Zur Vorbereitung auf diesen Lauf
trainierte ich kurz vorher nur einmal mit
Querfeldeinlaufen durch du Alpen." Das hat
gereicht. Nach 2 Stunden, 20 Minuten und 30 Sekunden war
Holzinger im Ziel, und als 15 Minuten später immer noch
kein ross und Reiter zu sehen waren, stand der Sieg
fest. Das schnellste Pferd, „Lucy", geritten von
Geoffrey Allen, bewältigte den anspruchsvollen Kurs in
2:31:26 Stunden. Für Holzinger machte sich die
Teilnahme bezahlt: Er strich 3000 englische Pfund
Preisgeld ein („Meine höchste Prämie bisher“). Vor
drei Jahren, als erstmals ein Mensch gegen ein Pferd
gewann, wurden aus dem Jackpot 25 000 Pfund ausbezahlt.
Nach seinem
Lauf über Stock und Stein überstand Holzinger auch die
rauschende Siegesfeier unbeschadet. „Die Begeisterung
der Waliser für diesen Wettbewerb ist unbeschreiblich.
Jeder in meiner Nähe hat mir gratuliert und wollte ein
Foto mit mir".
Selbst zig
Meilen entfernt vom Wettkampfort wurde der schnelle
Mittelfranke - etwa an der Tankstelle - noch auf seinen
glorreichen Sieg angesprochen.
Wer weiß,
wo insgeheim schon die nächsten Startgelder
für Holzinger hinterlegt sind. Die „schrulligen
Briten" veranstalten jedenfalls noch jede Menge
verrückter Wettbewerbe. Wie war's mit der
Weltmeisterschaft im Sumpf Biken (Austragungsort
ebenfalls Llanwrtyd Wells), oder den „Bog
Triathlon" für alle Schlamm liebem Athleten. Nicht
zuletzt hält Wales noch das „Race the train"
bereit, ein Rennen gegen eine Dampf ausstoßende
Schmalspurbahn. Ein leibhaftiges. Ross hat Holzinger
schon besiegt, nun wäre also ein Stahlross an der
Reihe.
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