Home

zurück zu Wettkampfberichte     zurück zur Laufseite  
 

Lauftraining

Laufstrecken

Lauflinks

Lauftermine

Tagebuch 09

Wettkämpfe

Letzte Änderung

Kontakt aufnehmen 

zurück zu Wettkampfberichte anderer Athleten 
neu - neu - neu
Gästebuch

Wettkampfbericht
Uwe Gebler aus
Lauchheim






















  

Marathon Hamburg oder Hamburg-Marathon
Sonntag, 26.04.2009 


Uwe Gebler aus Lauchheim berichtet vom Hamburg-Marathon 2009. Über den Hamburg-Marathon hat Uwe Gebler bereits ein Buch geschrieben. Wie es ihm in Hamburg ergangen ist, das könnt Ihr hier nachlesen.

Mit dabei war Debütant Jürgen Walgenbach, der gleich unter 5 Stunden finishte!   
Hallo lieber Uwe, hallo Jürgen Walgenbach - erst mal möchte ich Euch ganz herzlich für Eure tolle Leistung bei der Hitzeschlacht Hamburg gratulieren. Ich wünsche Euch eine gute Regeneration. Bilder gibt es unterhalb des Berichtes.

Paul Launer

Hier nun der Bericht von Uwe Gebler:

Hallo, Paul,
wie versprochen , hier ein kleiner Laufbericht vom Hamburgmarathon 2009:

Ich bin gut vorbereitet nach Hamburg gereist. Mit dabei war meine Frau Ulrike , unsere Kinder, Philipp mit Verena, Verena mit Julian, Evelyne mit Markus.
Ebenso mit dabei war Jürgen Walgenbach mit fast 64 Jahren.
Jürgen hat das Ziel nach 4 . 56. 31  erreicht und dies ist in seiner Altersklasse der 269. Platz und ein Gesamtplatz von 10062.
Am Start waren ca. 18000 Läufer.
Ich selbst bin schon mit etwas gemischten Gefühlen angereist, da ich im rechten Knie eine Muskel-Sehnen und Bänderentzündung hatte.
Eine Woche vorher war ich noch beim Sportarzt in Stimpfach. Seiner Empfehlung bin ich gefolgt und das war fast gut so für mich.
Warum fast , sage ich später.
Ich habe also eine Woche vorher nichts mehr gemacht und ein entzündungshemmendes Medikament eingenommen.
Meine Schmerzen haben in der letzten Woche stark nachgelassen und ich war zuversichtlich.
Am Sonntag morgen um 9.00 Uhr war es bereits sehr warm und windig.
Ich wollte den Pacemaker mit 3.15 Stunden erreichen, war aber nicht möglich, da ich im Block F war und der Pacemaker im Block C.
Loskommen war schon etwas problematisch, da das Läuferfeld eng beieinander war.
Nach Kilometer 6 mußte ich sogar noch zum Pinkeln.
Dies hatte mich aber nur 10 Sekunden gekostet. Denn beim Marathon habe ich mir gesagt, ist das egal ob mal was daneben geht. Es hat richtig Spaß gemacht zu laufen trotz der Hitze.
Ich habe rechtzeitig an allen Stationen immer viel getrunken.
Nun ging es in Richtung Landungsbrücken etwas bergab und da stand dann zum ersten mal meine Familie, und ich kann nur sagen, das ist so toll gewesen , daß ich gedacht habe, Uwe, das gibt heute vielleicht doch noch deinen Lauf.
Bei Kilometer 16 hat es mir in mein rechtes Knie gestochen, daß ich geschrieen habe vor Schmerzen und nicht mehr richtig weiter laufen konnte.
So, Uwe das war es dachte ich mir. Und was machst du jetzt???
Ganz klar Uwe du musst aufhören. Setz dich in die U-Bahn und fahr sofort ins Hotel, so daß dich niemand mehr findet.
Bei Kilometer 19 waren dann aber so viele Zuschauer und haben mir einen Motivationsschub gegeben, daß ich mir gesagt habe, Uwe du nimmst das Tempo raus und machst diesen Lauf halt in so 3 Stunden 55 Minuten. Und so bin ich auch mit Schmerzen weiter gelaufen.
Ich kann nichts mehr weiter von der Strecke berichten, da es mir egal war, wo ist Kilometer 25 oder 32 oder wo steht meine Familie.
Bei Kilometer 40 habe ich meine Familie wieder gesehen und da bin ich dann auch wieder etwas zu mir gekommen und habe mich dann ins Ziel gequält
Mit einer Zeit von 3 Stunden 27 Minuten und 49 Sekunden Das gibt einen Gesamtplatz von 1932 und in meiner Altersklasse den 352. Platz.
Ich habe mit einigen Läufern gesprochen und es war sehr, sehr schwer bei dieser Hitzeschlacht , wie es auch in der Zeitung stand persönliche Bestzeit zu laufen.
Vor mir ist einer vor der Ziellinie ca. 100 m vor dem Ziel umgekippt und kam nicht mehr ins Ziel. Über 1500 Läufer haben das Ziel nicht erreicht. Insgesamt mußten ca. 480 Läufer von den Rettungssanitätern versorgt werden.


Ein großes Lob an den Veranstalter , die Versorgung war sehr gut, da kann man überhaupt nicht meckern.
Auch ein Dankeschön an die beiden hübschen Mädchen vom roten Kreuz, die mich nach dem Zieleinlauf sofort aufgenommen haben und mein Knie behandelt haben.
Also , Uwe, sei zufrieden denke ich mir und heute kann und will ich schon sagen, wenn mein Knie wieder mitmacht , freue ich mich auf den nächsten. Marathon.
Jetzt ist erst einmal Regeneration angesagt, und in drei Wochen gehe ich noch einmal zum Sportarzt und dann gehts wieder weiter mit dem Training.
Besonders erwähnen möchte ich natürlich, daß Jürgen Walgenbach es geschafft hat.
Es war sein erster Marathon mit fast 64 Jahren und dann in einer Zeit unter 5 Stunden.
Glückwunsch nochmals lieber Jürgen.

ein paar Impressionen, die Uwe mit der Kamera aufgenommen hat.... ....Uwe Gebler und Jürgen Walgenbach holen sich ihre Startunterlagen
in der U-Bahn von Hamburg ein wahrlich toller Ort !
Uwe erklärt seinem Sohn die Laufstrecke am Vorabend ... Uwe Gebler - Jürgen Walgenbach.
Uwe Gebler auf der Strecke beim Hamburg-Marathon 2009 ... Uwe Gebler - fast im Ziel
Im Ziel: Jürgen Walgenbach und Uwe Gebler Jürgen Walgenbach - Uwe Gebler
Und so ist Uwes Uhr stehen geblieben ... Mut braucht man keinen um einen Marathon zu laufen - man muss es nur wollen
Kurz vor dem Ziel Uwe und seine Ulrike im Ziel
Im Ziel - bestens gelaunt

Der regelmäßige Newsletter vom Marathon Hamburg sendete folgenden Bericht uns zu:

Die Sieger des Marathon

Solomon Tside (ETH) gewinnt in Bestzeit / Bester Deutscher wird 12.
Ulrike Maisch verpasst WM-Norm / erster spanischer Sieg durch Alessandra Aguilar

Hamburg, 26. April 2009. Pünktlich um 9:00 Uhr schickte Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck die 15.741 Marathonis mit einem kräftigen Glockenschlag auf die 42,195 Kilometer durch die Hamburger Innenstadt. "Es war das erste Mal, dass ich den Marathon offiziell miterlebe. Es ist viel spannender, als ich es mir vorgestellt habe. Bei perfekten Wetterbedingungen gehen tolle Bilder von der schönsten Strecke der Welt um den Globus", sagte der Präsis der Behörde für Kultur, Sport und Medien nach dem Start. Insgesamt versammelten sich 850.000 begeisterte Zuschauer an der Marathonstrecke - ein neuer Rekord! Auf dem Heiligengeistfeld bei der Runner's Party feierten 60.000 Besucher.

Bereits von Beginn an setzte sich bei den Eliteläufern eine sechsköpfige Spitzengruppe ab, die bis Kilometer 26 zusammen lief. In der Nähe des Stadtparks zog Marathon-Debütant Charles Ngolepus (KEN), der eigentlich als "Hase" bis Kilometer 30 für die Pace sorgen sollte, das Tempo an und sprengte die Gruppe. Lediglich der Äthiopier Solomon Tside (ETH) konnte noch mithalten. Kurz vor der 40-Kilometer-Marke hängte Tside seinen Konkurrenten ab und lief einem ungefährdeten Sieg entgegen. In seinem dritten Marathonlauf stellte der 24-Jährige mit 2:11:47 Stunden eine neue persönliche Bestzeit auf und gewann seinen ersten Marathon. "Ich bin hochzufrieden. Ich hatte zwar leichte Probleme am Fuß, die mich aber nicht behindert haben. Auch die Temperaturen haben mich nicht gehindert. Zwei Kilometer vor dem Ziel konnte ich noch Kraft mobilisieren um anzutreten", sagte Solomon Tside nach dem Sieg.

Als bester Deutscher bei den Männern kam Manuel Meyer von der TV Wattenscheid auf Platz zwölf ins Ziel. Der 28-Jährige unterbot in seinem zweiten Marathon seine persönliche Bestzeit um 20 Sekunden und schraubte seine Bestmarke von 2:21:11 auf 2:20:51. Hamburger Meister wurde Mourad Beckakcha von der LG Wedel-Pinnerberg in 2:34:15.

Bei den Frauen ruhten die Hoffnungen aus deutscher Sicht auf Ulrike Maisch (1. LAV Rostock), die beim Möbel Kraft Marathon Hamburg die WM-Norm von 2:32:00 Stunden unterbieten wollte. Bei Kilometer 20 lag die 32-Jährige noch auf Kurs. Die Zwischenzeit deutete auf eine Endzeit von 2:33:00 Stunden hin. Spätestens bei der 30-Kilometer-Durchgangszeit (1:49:38 Stunden) schien die angestrebte WM-Norm außer Reichweite. "Sie liegt nicht mehr im Zeitplan. Dafür müssten ihr jetzt Flügel wachsen", sagte Maischs Trainer Klaus-Peter Weippert und ergänzte: "Die Zwischenzeiten deuten auf eine Zeit von 2:34:30 Stunden hin. Und der schwierigste Streckenabschnitt steht ihr noch bevor." Im Ziel belegte Ulrike Maisch hinter Tigist Abdi Sheni aus Äthiopien den dritten Platz. Trotz verpasster WM-Norm war Ulrike Maisch mit ihrer Zeit von 2:34:28 und dem dritten Platz im Ziel zufrieden. Schließlich kam sie nach dem Marathon in Frankfurt 2007, ihrer Hamburg-Absage im gleichen Jahr und der Aufgabe 2008 erstmals wieder ins Ziel. "Ich kann mit meinem Rennen zufrieden sein. Die Voraussetzungen waren gut, aber ich war mir nie sicher, dass ich die Norm unterbieten kann", sagte Ulrike Maisch nach dem Möbel Kraft Marathon Hamburg. In der nächsten Woche starten ihre Konkurrentinnen um einen Platz im Nationalteam für die Heim-WM im August in Berlin. "Ich weiß nicht, ob ich mir das Rennen anschaue. Aber ich gebe die Hoffnung auf einen der fünf WM-Plätze im deutschen Team nicht auf", ergänzte Maisch. Nach der Absage von Sabrina Mockenhaupt gilt es noch zwei Plätze zu vergeben. "Die Stimmung an der Strecke war super. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Menschen mich kennen und meinen Namen rufen", freute sich Maisch.

Im Rennen bildete sich zunächst eine Spitzengruppe mit fünf Läuferinnen, aus der sich die Spanierin Alessandra Aguilar frühzeitig absetzen und schnell einen Zwei-Minuten-Vorsprung herauslaufen konnte. Auch die Siegerin von 2004, Emily Kimurya aus Keina, konnte dem Tempo nicht folgen und lief gemeinsam mit Ulrike Maisch in einer größeren Gruppe. Aguilars Marschroute, in Hamburg eine neue Bestzeit laufen zu wollen, ging auf. Nach 2:29:01 Stunden sicherte sich Alessandra Aguilar den ersten spanischen Hamburg-Sieg und unterbot ihre bisherige Bestmarke um zwei Sekunden. "Ich bin gut ins Rennen gekommen und konnte mein Tempo halten. Mit der Strecke und den Temperaturen bin ich gut zurecht gekommen. Ich hätte es viel härter erwartet. Mit dem Ergebnis bin ich sehr glücklich", sagte die Siegerin im Anschluss. Kirsten Nachtigall (Hamburger SV) sicherte sich in 3:00:47 den Hamburger Titel bei den Damen. Von Seiten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mussten trotz der sommerlichen Temperaturen erfreulich wenige Hilfeleistungen geleistet werden. Die Summe liegt unter den Zahlen des vergangnen Jahres. Die Veranstaltung verlief erstaunlich ruhig. Auch die Polizei hatte keine außergewöhnlichen Vorfälle zu vermelden.

 

 

  © 2009 Paul Launer
 
 
  Letzte Bearbeitung: 2009-04-29