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Hallo lieber Uwe, hallo Jürgen
Walgenbach - erst mal möchte ich Euch ganz herzlich für Eure tolle Leistung bei der
Hitzeschlacht Hamburg gratulieren. Ich wünsche Euch eine gute Regeneration. Bilder gibt es unterhalb des Berichtes.
Paul Launer
Hier nun der Bericht von Uwe
Gebler:
Hallo, Paul,
wie versprochen , hier ein kleiner Laufbericht vom Hamburgmarathon
2009:
Ich bin gut vorbereitet nach Hamburg gereist. Mit dabei war meine
Frau Ulrike , unsere Kinder, Philipp mit Verena, Verena mit Julian,
Evelyne mit Markus.
Ebenso mit dabei war Jürgen Walgenbach mit fast 64 Jahren.
Jürgen hat das Ziel nach 4 . 56. 31 erreicht und dies ist in
seiner Altersklasse der 269. Platz und ein Gesamtplatz von 10062.
Am Start waren ca. 18000 Läufer.
Ich selbst bin schon mit etwas gemischten Gefühlen angereist, da
ich im rechten Knie eine Muskel-Sehnen und Bänderentzündung hatte.
Eine Woche vorher war ich noch beim Sportarzt in Stimpfach. Seiner
Empfehlung bin ich gefolgt und das war fast gut so für mich.
Warum fast , sage ich später.
Ich habe also eine Woche vorher nichts mehr gemacht und ein entzündungshemmendes
Medikament eingenommen.
Meine Schmerzen haben in der letzten Woche stark nachgelassen und
ich war zuversichtlich.
Am Sonntag morgen um 9.00 Uhr war es bereits sehr warm und windig.
Ich wollte den Pacemaker mit 3.15 Stunden erreichen, war aber nicht
möglich, da ich im Block F war und der Pacemaker im Block C.
Loskommen war schon etwas problematisch, da das Läuferfeld eng
beieinander war.
Nach Kilometer 6 mußte ich sogar noch zum Pinkeln.
Dies hatte mich aber nur 10 Sekunden gekostet. Denn beim Marathon
habe ich mir gesagt, ist das egal ob mal was daneben geht. Es hat
richtig Spaß gemacht zu laufen trotz der Hitze.
Ich habe rechtzeitig an allen Stationen immer viel getrunken.
Nun ging es in Richtung Landungsbrücken etwas bergab und da stand
dann zum ersten mal meine Familie, und ich kann nur sagen, das ist
so toll gewesen , daß ich gedacht habe, Uwe, das gibt heute
vielleicht doch noch deinen Lauf.
Bei Kilometer 16 hat es mir in mein rechtes Knie gestochen, daß ich
geschrieen habe vor Schmerzen und nicht mehr richtig weiter laufen
konnte.
So, Uwe das war es dachte ich mir. Und was machst du jetzt???
Ganz klar Uwe du musst aufhören. Setz dich in die U-Bahn und fahr
sofort ins Hotel, so daß dich niemand mehr findet.
Bei Kilometer 19 waren dann aber so viele Zuschauer und haben mir
einen Motivationsschub gegeben, daß ich mir gesagt habe, Uwe du
nimmst das Tempo raus und machst diesen Lauf halt in so 3 Stunden 55
Minuten. Und so bin ich auch mit Schmerzen weiter gelaufen.
Ich kann nichts mehr weiter von der Strecke berichten, da es mir
egal war, wo ist Kilometer 25 oder 32 oder wo steht meine Familie.
Bei Kilometer 40 habe ich meine Familie wieder gesehen und da bin
ich dann auch wieder etwas zu mir gekommen und habe mich dann ins
Ziel gequält
Mit einer Zeit von 3 Stunden 27 Minuten und 49 Sekunden Das gibt
einen Gesamtplatz von 1932 und in meiner Altersklasse den 352.
Platz.
Ich habe mit einigen Läufern gesprochen und es war sehr, sehr
schwer bei dieser Hitzeschlacht , wie es auch in der Zeitung stand
persönliche Bestzeit zu laufen.
Vor mir ist einer vor der Ziellinie ca. 100 m vor dem Ziel umgekippt
und kam nicht mehr ins Ziel. Über 1500 Läufer haben das Ziel nicht
erreicht. Insgesamt mußten ca. 480 Läufer von den Rettungssanitätern
versorgt werden.
Ein großes Lob an den Veranstalter , die Versorgung war sehr gut,
da kann man überhaupt nicht meckern.
Auch ein Dankeschön an die beiden hübschen Mädchen vom roten
Kreuz, die mich nach dem Zieleinlauf sofort aufgenommen haben und
mein Knie behandelt haben.
Also , Uwe, sei zufrieden denke ich mir und heute kann und will ich
schon sagen, wenn mein Knie wieder mitmacht , freue ich mich auf den
nächsten. Marathon.
Jetzt ist erst einmal Regeneration angesagt, und in drei Wochen gehe
ich noch einmal zum Sportarzt und dann gehts wieder weiter mit dem
Training.
Besonders erwähnen möchte ich natürlich, daß Jürgen Walgenbach
es geschafft hat.
Es war sein erster Marathon mit fast 64 Jahren und dann in einer
Zeit unter 5 Stunden.
Glückwunsch nochmals lieber Jürgen.
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| ein paar
Impressionen, die Uwe mit der Kamera aufgenommen hat.... |
....Uwe Gebler und
Jürgen Walgenbach holen sich ihre Startunterlagen |
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| in der U-Bahn von
Hamburg |
ein wahrlich toller
Ort ! |
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| Uwe erklärt seinem
Sohn die Laufstrecke am Vorabend |
... Uwe Gebler -
Jürgen Walgenbach. |
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| Uwe Gebler auf der
Strecke beim Hamburg-Marathon 2009 |
... Uwe Gebler -
fast im Ziel |
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| Im Ziel: Jürgen
Walgenbach und Uwe Gebler |
Jürgen Walgenbach -
Uwe Gebler |
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| Und so ist Uwes Uhr
stehen geblieben |
... Mut braucht man
keinen um einen Marathon zu laufen - man muss es nur wollen |
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| Kurz vor dem Ziel |
Uwe und seine Ulrike
im Ziel |
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| Im Ziel - bestens
gelaunt |
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Der
regelmäßige Newsletter vom Marathon Hamburg sendete folgenden
Bericht uns zu:
Die Sieger des Marathon
Solomon Tside (ETH) gewinnt in Bestzeit / Bester Deutscher
wird 12.
Ulrike Maisch verpasst WM-Norm / erster spanischer Sieg durch
Alessandra Aguilar
Hamburg,
26. April 2009. Pünktlich um 9:00 Uhr schickte Kultursenatorin
Prof. Dr. Karin von Welck die 15.741 Marathonis mit einem kräftigen
Glockenschlag auf die 42,195 Kilometer durch die Hamburger
Innenstadt. "Es war das erste Mal, dass ich den Marathon
offiziell miterlebe. Es ist viel spannender, als ich es mir
vorgestellt habe. Bei perfekten Wetterbedingungen gehen tolle Bilder
von der schönsten Strecke der Welt um den Globus", sagte der
Präsis der Behörde für Kultur, Sport und Medien nach dem Start.
Insgesamt versammelten sich 850.000 begeisterte Zuschauer an der
Marathonstrecke - ein neuer Rekord! Auf dem Heiligengeistfeld bei
der Runner's Party feierten 60.000 Besucher.
Bereits
von Beginn an setzte sich bei den Eliteläufern eine sechsköpfige
Spitzengruppe ab, die bis Kilometer 26 zusammen lief. In der Nähe
des Stadtparks zog Marathon-Debütant Charles Ngolepus (KEN), der
eigentlich als "Hase" bis Kilometer 30 für die Pace
sorgen sollte, das Tempo an und sprengte die Gruppe. Lediglich der
Äthiopier Solomon Tside (ETH) konnte noch mithalten. Kurz vor der
40-Kilometer-Marke hängte Tside seinen Konkurrenten ab und lief
einem ungefährdeten Sieg entgegen. In seinem dritten Marathonlauf
stellte der 24-Jährige mit 2:11:47 Stunden eine neue persönliche
Bestzeit auf und gewann seinen ersten Marathon. "Ich bin
hochzufrieden. Ich hatte zwar leichte Probleme am Fuß, die mich
aber nicht behindert haben. Auch die Temperaturen haben mich nicht
gehindert. Zwei Kilometer vor dem Ziel konnte ich noch Kraft
mobilisieren um anzutreten", sagte Solomon Tside nach dem Sieg.
Als
bester Deutscher bei den Männern kam Manuel Meyer von der TV
Wattenscheid auf Platz zwölf ins Ziel. Der 28-Jährige unterbot in
seinem zweiten Marathon seine persönliche Bestzeit um 20 Sekunden
und schraubte seine Bestmarke von 2:21:11 auf 2:20:51. Hamburger
Meister wurde Mourad Beckakcha von der LG Wedel-Pinnerberg in
2:34:15.
Bei
den Frauen ruhten die Hoffnungen aus deutscher Sicht auf Ulrike
Maisch (1. LAV Rostock), die beim Möbel Kraft Marathon Hamburg die
WM-Norm von 2:32:00 Stunden unterbieten wollte. Bei Kilometer 20 lag
die 32-Jährige noch auf Kurs. Die Zwischenzeit deutete auf eine
Endzeit von 2:33:00 Stunden hin. Spätestens bei der
30-Kilometer-Durchgangszeit (1:49:38 Stunden) schien die angestrebte
WM-Norm außer Reichweite. "Sie liegt nicht mehr im Zeitplan.
Dafür müssten ihr jetzt Flügel wachsen", sagte Maischs
Trainer Klaus-Peter Weippert und ergänzte: "Die Zwischenzeiten
deuten auf eine Zeit von 2:34:30 Stunden hin. Und der schwierigste
Streckenabschnitt steht ihr noch bevor." Im Ziel belegte Ulrike
Maisch hinter Tigist Abdi Sheni aus Äthiopien den dritten Platz.
Trotz verpasster WM-Norm war Ulrike Maisch mit ihrer Zeit von
2:34:28 und dem dritten Platz im Ziel zufrieden. Schließlich kam
sie nach dem Marathon in Frankfurt 2007, ihrer Hamburg-Absage im
gleichen Jahr und der Aufgabe 2008 erstmals wieder ins Ziel.
"Ich kann mit meinem Rennen zufrieden sein. Die Voraussetzungen
waren gut, aber ich war mir nie sicher, dass ich die Norm
unterbieten kann", sagte Ulrike Maisch nach dem Möbel Kraft
Marathon Hamburg. In der nächsten Woche starten ihre
Konkurrentinnen um einen Platz im Nationalteam für die Heim-WM im
August in Berlin. "Ich weiß nicht, ob ich mir das Rennen
anschaue. Aber ich gebe die Hoffnung auf einen der fünf WM-Plätze
im deutschen Team nicht auf", ergänzte Maisch. Nach der Absage
von Sabrina Mockenhaupt gilt es noch zwei Plätze zu vergeben.
"Die Stimmung an der Strecke war super. Ich bin immer wieder
erstaunt, wie viele Menschen mich kennen und meinen Namen
rufen", freute sich Maisch.
Im
Rennen bildete sich zunächst eine Spitzengruppe mit fünf Läuferinnen,
aus der sich die Spanierin Alessandra Aguilar frühzeitig absetzen
und schnell einen Zwei-Minuten-Vorsprung herauslaufen konnte. Auch
die Siegerin von 2004, Emily Kimurya aus Keina, konnte dem Tempo
nicht folgen und lief gemeinsam mit Ulrike Maisch in einer größeren
Gruppe. Aguilars Marschroute, in Hamburg eine neue Bestzeit laufen
zu wollen, ging auf. Nach 2:29:01 Stunden sicherte sich Alessandra
Aguilar den ersten spanischen Hamburg-Sieg und unterbot ihre
bisherige Bestmarke um zwei Sekunden. "Ich bin gut ins Rennen
gekommen und konnte mein Tempo halten. Mit der Strecke und den
Temperaturen bin ich gut zurecht gekommen. Ich hätte es viel härter
erwartet. Mit dem Ergebnis bin ich sehr glücklich", sagte die
Siegerin im Anschluss. Kirsten Nachtigall (Hamburger SV) sicherte
sich in 3:00:47 den Hamburger Titel bei den Damen. Von Seiten des
Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mussten trotz der sommerlichen
Temperaturen erfreulich wenige Hilfeleistungen geleistet werden. Die
Summe liegt unter den Zahlen des vergangnen Jahres. Die
Veranstaltung verlief erstaunlich ruhig. Auch die Polizei hatte
keine außergewöhnlichen Vorfälle zu vermelden.
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