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          Wettkampfbericht von Bruno Braun vom Ironman Swistzerland 2007

 

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Wettkampfbericht
Bruno Braun aus
Ottoberg in der Schweiz









Triathloncheckliste













  

Ironman Switzerland - 2007 
Triathlon Langdistanz - 
Sonntag, 24.06.2007

Bruno Braun aus Ottoberg in der Schweiz finishte sehr erfolgreich beim Ironman Switzerland 2007.

Hier nun die Daten von Bruno Braun beim Ironman Switzerland 2007:

Platz

AK

Nr.

Name

AK

SWIM

BIKE

RUN

TOTAL

946

(35)

540

Braun, Bruno (CH)

M50

01:19:09

 

06:29:40

 

04:15:04

 

12:10:50

Hier sein Wettkampfbericht:

Lieber Bruno - ich gratuliere Dir zu dieser tollen Leistung und ziehe meinen Hut! Ich hoffe, dass wir 2 mal wieder einen schönen Ironman miteinander machen dürfen. Klagenfurt wäre da vielleicht gar nicht mal so schlecht.....
Gruss Paul


Bruno Braun 

berichtet vom Ironman Switzerland in Zürich 2007

Da Paul nach unserem gemeinsamen BodenseeChallenge 06 seiner Barbara hoch und heilig versprochen hatte, 2007 keinen LD zu bestreiten, wollte ich ihn mit einer frühen Ankündigung nicht unnötigerweise nervös machen, ihn so quasi ‚anfixen’. Also am Besten nichts sagen und so tun als ob nichts im Köcher wäre.    

Im Vergleich zum Vorjahr hatte ich mit total 245 Stunden rund 50 Stunden weniger trainiert. Da habe ich die ganze Sache nicht mehr soo ernst genommen wie noch vor einem Jahr. Schwimmen konnte ich in der Zwischenzeit ja einigermassen, und ein grösserer Zeitaufwand hätte meine Schwimmzeit auch nicht wesentlich verkürzt. Das Schwimmen im Zürichsee war bis auf den regelmässigen (zu engen) Körperkontakt total schön und locker, ich habe es trotz mehrerer Schläge sehr genossen. 1.19.09 war dann mein überraschender Schwimmsplit.    

Das Radfahren ist und bleibt offensichtlich meine Achillesverse. Auch hier zeitlich weniger, dafür intensiver trainiert. Aber von radspezifischer Kraft ist bei mir weit und breit nichts vorhanden. Was mich Horden von Leuten überholt haben! Da hatte eine Amerikanerin, wie sie mich am Berg überholte, Erbarmen mit mir und so locker gemeint: ‚Well, see it that way: we quys are all very poor swimmers, not like you!  Wenn ich das bloss hätte annehmen  können! Die 60km Radstrecke mit über 400 Höhenmetern ist traumhaft schön angelegt, einzig der flache Teil um das Seebecken verlangt ein bisschen Geduld. Doch sonst, hoppla! Da geht’s, nur knapp 15 km ausserhalb Zürichs, rund 240 Höhenmeter hoch. Nicht vergebens nennen die Veranstalter diesen Streckenteil ‚the beauty and the beast’. Die Aussicht auf den Zürichsee und die Innerschweizer und Bündner Berge, einfach smashing! Dann kurz runter und dann ein lang gezogener Aufstieg von Egg auf die Forch hoch, bevor es dann wieder scharf und kurz an den Zürichsee runter geht. Ich selber erreiche eine Höchstgeschwindigkeit von über 60 km/h, die schnelleren sicher gegen 80 oder 90! Immer wieder sehe ich Namenschilder mit BRUNO geschrieben, dann welche mit LEON (unserem Hund) Mann, macht das Freude! Der liebe Stefan hat sich die Mühe gemacht und auf Teilen der Radstrecke meinen Namen geschrieben! Dann wieder auf die andere Seeseite zur Wechsezone, doch bevor die zweite Runde gefahren wird, geht’s bei Kilchberg (bei der bekannten Schokoladenfabrik Lindt & Sprüngli vorbei, ich hätte am Sonntag übrigens 28 Tafeln Schokolade essen können, so hat ein Journalist den Energiebedarf ausgerechnet) den Heartbreak Hill hoch. Auch hier, wie an der Tour de France in den Bergetappen, mein Name in x-facher Ausführung auf die Strasse gepinselt. Andere Athleten sprechen mich darauf an und denken, ich müsste ein bekannter Athlet sein. Sorry, habe nur Freunde die wissen was sich im Radsport halt so gehört! Also geht’s dann nach 2.02 Stunden auf die zweite und nach 4.11 auf die dritte Radrunde. Auf der dritten muss ich schon ein bisschen kämpfen, aber im Gesamten ist es ein kurzweiliger Radausflug. Ohne nennenswerte Magenprobleme komme ich nach 6.29 in die Wechselzone und schlüpfe in meine Laufschuhe.    

Super, wie das läuft! Ich habe ein richtiges Hochgefühl auf der ersten von vier Laufrunden um das Seebecken. Die Zuschauer zeigen ihre Freude wenn sie technisch schön laufende Athleten sehen und sagen: ‚Du siehst super aus, Du läufst total locker, hopp Bruno, weiter so! Das gibt Kraft. Die erste Runde laufe ich in gut 55 Minuten, ohne mich wirklich anzustrengen. Ist ja auch klar, dass es einmal anders kommen muss, und so beginnt das körperliche Wellental. Einmal fühlt man sich sehr schlecht, bald wieder sehr gut, und so nimmt man hier ein Gel mit Wasser, da eine Cola mit Wasser, dort ein paar Salzstengel oder Datteln. Die Verpflegung ist super organisiert und macht mir das regelmässige Verpflegen nicht einfacher, da immer wieder (und für meine Begriffe zu schnell) Verpflegungsposten stehen. Ab und zu unterstützen mich Arbeitskollegen, Freunde und auch Fremde, die einfach meinen Namen auf der Startnummer lesen. Die zweite Runde laufe ich in 1.03, die dritte in 1.04 und bei der vierten saufe ich mit 1.12 deutlich ab. Jetzt rächt sich, dass ich nur knapp 750 km gelaufen bin, die Grundlagenausdauer verlangt ihren Preis, doch ich habe kein Kleingeld, keine Kreditkarte, nichts Dergleichen dabei um meine Schuld bezahlen zu können. OK, akzeptieren und trotzdem geniessen, das ist und bleibt mein Credo bei allen Sportanlässen. So laufe ich schliesslich mit 4.15.04 und mit einer Gesamtzeit von 12.10.50 total glücklich in den Zieleinlauf ein.  
 
Jetzt darf Paul ganz offiziell an einen LD für 2008 denken. Ich habe gehört, dass Klagenfurt landschaftlich einen ganz tollen Ironman organisiert. Paul, bist Du 2008 mit dabei?  

                                                 Gesamtrang              Rang AK 50

 

Schwimmen                  1.19.09              1066                 34

Radfahren                       6.29.40            1260                  58

Laufen                            4.15.04              659                  24

Wechsel                             6.56

Total                             12.10.50              946                  35

 Ein paar Worte zur Organisation

 Landiwiese: feierliche Stimmung, die einem Ironman in jeder Weise gerecht wird, professionelle Organisation, sehr freundliche Helfer

 Schwimmen: Die Schwimmstrecke geht über zwei Runden. Der Weg zu den Aussenbojen ist für Brillenträger ein Blindflug. Wäre gut, wenn mehrere kleine Bojen als Markierung gesetzt würden, zudem mehr Kajaks einsetzen. Der Zürichsee wäre ja gross genug, dass nur eine Runde geschwommen werden könnte. (am BodenseeChallengene in Rorschach ist das super gelöst) Die Rempeleien müssten nicht sein. Das Wasser war angenehm warm und sehr klar.

 Rad: Die Strecke mit 3 saftigen Anstiegen und rund 1440 Höhenmetern ist nicht zu unterschätzen, landschaftlich total schön.

 Laufen: Als guter Läufer überholt man ständig. Nicht nur die 360 in der Gesamtrangliste, aber auch noch Athleten die in ihren jeweiligen Runden langsamer unterwegs sind. Deshalb muss immer nach links oder rechts ausgewichen werden, der Laufrhythmus leidet darunter. Die Stecke an sich ist meistens recht schattig und führt an schönen Punkten in Zürich vorbei.

 Verpflegung: Mir hat’s an gar nichts gefehlt, grosszügig und ausreichend. Sogar warme Bouillon haben sie beim Laufen ausgeschenkt, super!

 Zuschauer: Laut Organisator sollen über 120.000 Zuschauer vor Ort gewesen sein. Das waren Leute mit Sachverstand oder sportfreundlich gesinnte Personen, die ihre Rolle als Fan sehr aktiv wahrgenommen hatten.

 

 

  © 2007 Paul Launer
 
 
  Letzte Bearbeitung: 2007-08-01