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Jörg Behrendt und Paul Launer beim Schlösslelauf in Donauwörth 2006



  

Hannover-Marathon - Sonntag, 02. Mai 2004 
Ein Bericht von Jörg Behrendt
 



Jörg Behrendt beim Hannover-Marathon 2004 in Bestform

2:56:21 – es ist vollbracht.

Im siebenten Marathon meines Lebens ist das große Ziel erreicht. Die Schallmauer ist bezwungen. Am 2. Mai begann für mich wohl eine neue Zeitrechnung.

Böse Zungen behaupteten, ich hätte mir das Wetter in Hannover bestellt. Nach drückender Schwüle am Samstag tobten sich am Abend und in der Nacht Gewitter aus und der Sonntag präsentierte sich dann bei 15 Grad völlig verregnet. Zu warm war es mir jedenfalls nicht, aber auch nicht zu kalt.

Die fünf Ansbacher trafen sich im Foyer des Grand-Hotels. Fototermin, langsam entkleiden, etwas Erwärmung. Die letzten kurzen Läufe vor der Startlinie, dann um Fünf vor Neun begab ich mich von vorne in das Starterfeld der 2700 Läufer. Letzte Händedrücke mit den Rothern, dann war es soweit. Der Startschuß krachte in die tiefhängenden Regenwolken, die Reise ina Ungewisse begann. Nach 11 Sekunden war ich über die Linie, schnell fand ich mein Tempo. 4:10 für den ersten Kilometer, Tempo passt, aber so richtig locker fühlte ich mich doch nicht. Soll ich das noch 41 Kilometer durchhalten? Nach 3 Kilometern am ersten Verpflegungspunkt die ersten Probleme bei anderen: ein Läufer war wohl auf dem rutschigen Untergrund gestürzt, ein anderer konnte sich noch abfangen, räumte aber dabei fast alle Becher vom Tisch ab…Nach knapp 7 Kilometern vorbei am Hotel, rein in die Innenstadt. Stimmung am Aegidientorplatz und am Kröpcke, dann durch den Tunnel am Bahnhof. Zickzack durch die Nordstadt.  10 Kilometer – 42:21, ich bin schon etwas hinter der Zeit. Nach 16 Kilometern stand schon eine junge Frau mit Startnummer an der Stadtbahnhaltestelle und löste einen Fahrschein… Für mich ging es zunächst mal wieder stadteinwärts, aber zu Fuß. Die Kuppel des Rathauses war schon zu sehen, aber dort ist ja erst Halbzeit. Zum ersten Mal auf die Zielgerade – 1:29:18 zur Halbzeit.

Das wird knapp, wenn es auf der zweiten Hälfte einen Einbruch gibt, hat sich das Drei-Stunden-Problem erledigt… Wenige Sekunden hinter mir machten sich dann um 10:30 Uhr die Halbmarathonläufer auf den Weg.  Dann wurde es wieder etwas voller auf der Strecke. Kilometer 25, immer noch 4:10 bis 4:12 – wie lange noch…? Zum zweiten Mal vorbei am Hotel und über den Kröpcke  Es fiel mir auf, dass mir keiner mehr überholte, auch kein Halbmarathonläufer mehr. Und es ging mir schon durch den Kopf:  ist es soweit. Komme ich etwa doch locker über die Runden? Kilometer 29 am Bahnhof – wieder gehen die Gedanken nach vorne und wieder war eine Träne im Auge. Emotionen schon auf der Strecke…  

Aber das dicke Ende kommt ja meist erst jenseits der Dreißig. Diese Marke war nach 2:06 erreicht, 20:43 für die letzten Fünf – da bin ich ja wirklich etwas schneller geworden. Bis 35 ging es dann wirklich zur Sache. Durch die Kurven der Nordstadt, Verpflegungspunkte ignorierte ich inzwischen. Immer wieder mal eine Träne im Auge, aber eigentlich ist es dafür noch zu früh… 5 km in 20:18 – 30 bis 35 war mein schnellster Abschnitt – und ich überholte inzwischen nur noch Marathonis und Halbmarathonis. Geht es gut…? Halten meine Waden, Nässe von unten gilt ja als gefährlich. Inzwischen hatte sogar der Regen aufgehört.  Auf dem breiten, vierspurigen Stadtring die 40er-Marke. Und eine Normaluhr: 11:48 – noch 12 Minuten bis Ultimo. Vorsicht auf den letzten beiden Kilometern. Ich war immer noch relativ locker, verzichtete aber auf eine Tempoerhöhung. Wulfhard Fahsold seine Frau stand am Straßenrand: jetzt konnte ich es ihr zeigen – es ist fast vollbracht, Rechtskurve, Zielgerade: 2:56 leuchtet von der großen Uhr – Siegeszeichen auf den letzten Metern – es ist vollbracht! 2:56:21 – das ist nun die Marke – Willkommen im Läuferparadies! Es hat geklappt, die nervliche Anspannung einer erneuten Vorbereitung auf einen Herbstmarathon bleibt mir erspart. Noch etwas fiel mir auf: Ich fühlte mich besser, als nach allen anderen Marathons. Nur die Beine waren schwer…

Warten auf den Fototermin danach: Bei der Siegerehrung, die in dieser Zeit stattfand, wurde für die deutschen Meister die Nationalhymne gespielt. Meine Augen wurden feucht…

Glücklich trafen wir uns wieder, es war der Ansbacher Tag an der Leine: Stephan Malinger 2:38:40, Heinz Voerste 2:49:06, Rudi Spiess 2:51:35, ich 2:56:21, Wulfhard Fahsold 3:06:36, Elfriede Pawlikowski 3:21:40 und ihr Mann Georg 3:36:05. 

Meine Zwischenzeiten:

05 km:      21:14    21:14
10 km:      42:22    21:08
15 km:    1:03:18    20:56

20 km:    1:24:37    21:18
21,1 km: 1:29:18                      1:29:18

25 km:    1:45:33    20:56
30 km:    2:06:16    20:43
35 km:    2:26:34    20:18
40 km:    2:47:22    20:48
42,2 km:  2:56:21                     1:27:03

Meine derzeitige Marathonhistorie:

1.  3:44:20   Berlin, 24.09.1995

2.  3:26:20   Berlin, 28.09.1997

3.  3:36:33   Berlin, 10.09.2000

4.  3:18:34   Berlin, 30.09.2001

5.  3:12:21   Berlin, 29.09.2002

6.  3:06:33   Frankfurt, 26.10.2003

7.  2:56:21   Hannover, 02.05.2004

8.   3:07:46  Frankfurt, 31.10.2004

9.   2:59:30  Frankfurt, 30.10.2005

10. 3:01:51 München, 08.10.2006

Nun ein paar wichtige Daten, Fakten und Infos zum Lauf:
Hannover-Marathon 2004 
Strecken: Halbmarathon und Marathon  
Veranstalter: 
Wetter: 15 Grad - regnerisch - mancher mag dieses (Lauf)wetter 
Joergs Zeit war 02:56:21     
das entspricht einer Geschwindigkeit von 14,36 km/h.  
das entspricht einer Zeit von 4 Min. 11 sec pro Kilometer
Das ist Platz Nr.208 von 1717 Läufer.(männlich) 

Das ist Platz Nr 67 der Altersklasse M 40 von 193 Läufern. 
Hier geht es zur Internetseite des Hannover-Marathon http://www.marathon-hannover.de/ Hier findet man auch die Ergebnisse aller Teilnehmer. 
Joerg Behrendt berichtet über das Läufergeschehen im Raum Ansbach

Jörg Behrendt berichtet auf seiner Internetseite über seine Läufe und über das Läufergeschehen im Raum Ansbach:

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http://www.joergbehrendt.de 

 

 

  © 2006 Paul Launer
 
 
Letzte Bearbeitung: 2006-11-19-